Der Machtkampf um die Führung der FDP ist entschieden: Der 74-jährige Wolfgang Kubicki wird der nächste Bundesvorsitzende der deutschen Liberalen. Sein Konkurrent Henning Höhne zog seine Kandidatur zurück.
"Nach intensiven Gesprächen in den letzten Tagen haben wir uns dazu entschieden, die Kräfte zu bündeln", erklärte Höhne. Er soll künftig als Vize-Parteichef fungieren.
Wie der "Spiegel" berichtet, will Kubicki die angeschlagene FDP wieder nach vorne bringen. Im FAZ-Interview kündigte er an: "Der Bundesparteitag Ende Mai bietet die Chance, dass wir uns geschlossen und schlagkräftig präsentieren."
Die Liberalen stecken nach dem Debakel bei der Bundestagswahl 2025 in einer schweren Krise. Mit nur 4,3 Prozent verpasste die FDP den Einzug in den Bundestag. Der amtierende Parteichef Christian Dürr hatte seine eigene Bewerbung zurückgezogen, um Kubicki den Weg freizumachen.
Kubicki gilt als polarisierende Figur und vertritt bei Migration eine restriktive Linie. Sein Ziel: Die FDP so schnell wie möglich wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor in Deutschland machen.