Paukenschlag in Deutschland! Nach den schweren Niederlagen der FDP bei den Landtagswahlen in diesem Jahr hat der Bundesvorsitzende Christian Dürr seinen Rücktritt angekündigt. Auch im Präsidium und Bundesvorstand steht ein Umbruch bevor.
Demnach soll die gesamte Parteispitze auf dem Bundesparteitag im Mai neu gewählt werden, heißt es in einem Bericht von "Politico". Fix, ist jedoch noch nichts. Erst müsse Dürrs Rücktrittsgesuch angenommen werden.
Nun stellt sich bei den krisengebeutelten Liberalen die Frage, wer die Partei aus dem Tief führen könnte. Laut einem Bericht der "Bild" hat sich hier bereits Marie-Agnes Strack-Zimmermann ins Spiel gebracht.
Dies wolle die EU-Politikerin jedoch nur als Teil einer Doppelspitze tun. Dem scheidenden Partei-Chef habe sie jedenfalls das Misstrauen ausgesprochen. Der nunmehrige Plan von Strack-Zimmermann hat jedoch einen Haken.
Laut den Statuten ihrer Partei sei eine Doppelspitze nicht vorgesehen. Ein entsprechender Satzungsänderungsantrag sei bereits in Auftrag gegeben worden. Ein "Go" können jedoch nur die Delegierten beim Bundesparteitag geben.
Doch wer könnte die FDP an der Seite von Strack-Zimmermann übernehmen. Dem Bericht zufolge gilt Parteivize Henning Höne als aussichtsreicher Kandidat. Partei-Grande Wolfgang Kubicki könnte vor allem vom konservativen Teil der FDP bevorzugt werden. Der 74-Jährige zeige jedoch bisher kein Interesse.
Laut Teilnehmern der Sitzung soll er auf den Vorstoß Strack-Zimmermanns für eine Doppelspitze nur angemerkt haben, dass er schon verheiratet sei. Bei Höne sieht die Lage offenbar nicht anders aus. Auch er wolle laut der "Bild" nicht auf das Angebot eingehen.