FPÖ zieht Konsequenzen

Nach Urteil: "Schimanek wird aus Partei austreten"

FPÖ-Stadtrat René Schimanek wurde in Krems wegen Wiederbetätigung zu 12 Monaten bedingter Haft verurteilt (nicht rechtskräftig).
Victoria Carina  Frühwirth
11.03.2026, 14:49
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Nach einem Urteil am Landesgericht Krems ("Heute" berichtete) zieht die FPÖ Niederösterreich Konsequenzen. "René Schimanek wird seine Funktion als Stadtrat in Langenlois sowie alle weiteren Funktionen zurücklegen und aus der Partei austreten", kommentiert FPÖ Niederösterreich-Landesparteisekretär Alexander Murlasits das heutige Urteil am Landesgericht Krems.

René Schimanek am Mittwoch, 11. März 2026: Er musste sich am Landesgericht Krems verantworten.
APA-Images / APA / HELMUT FOHRINGER

Vorwurf der NS-Wiederbetätigung

Dem ehemaligen Büroleiter von Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) wurde nationalsozialistische Wiederbetätigung vorgeworfen. Hintergrund ist eine Todesanzeige für seinen Vater Hans Jörg Schimanek senior, einen früheren FPÖ-Landesrat in Niederösterreich. Nach dem Tod von Hans Jörg Schimanek wurde die Parte im Dezember 2024 auf der Gemeinde-Homepage von Langenlois veröffentlicht.

Auf der Parte sollen sich laut Staatsanwaltschaft das sogenannte "Irminsul"-Symbol sowie der Spruch "… und ewig lebt der Toten Tatenruhm" befunden haben. Beides wird laut Anklage in rechtsextremen Kreisen verwendet und sei im Nationalsozialismus genutzt worden, um gefallene Soldaten heroisch darzustellen.

Die Geschworenen haben am Mittwoch ein Urteil gegen René Schimanek gefällt: zwölf Monate bedingte Haft – nicht rechtskräftig.

Die Freiheitliche Partei Niederösterreich gibt bekannt, das Urteil "nehme man bei der FPÖ Niederösterreich zur Kenntnis", heißt es knapp.

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