Der frühere Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (74) hat mit einer deftigen Aussage über den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz für Aufsehen gesorgt.
In einem Podcast der Funke Mediengruppe bezeichnete er den CDU-Politiker als "Eierarsch".
Auslöser für seinen verbalen Ausbruch war offenbar, dass Merz die FDP nach den jüngsten Landtagswahlen für tot erklärt hatte. "Und in der Sekunde habe ich gedacht: Du Eierarsch, dir werde ich das zeigen!", so Kubicki wörtlich.
Der 74-Jährige kandidiert beim FDP-Parteitag im Mai für die Nachfolge des scheidenden Bundesvorsitzenden Christian Dürr. Sein Gegenkandidat ist NRW-Landeschef Henning Höne.
In Sachen AfD positionierte sich Kubicki klar: Eine Koalition mit der rechtspopulistischen Partei schloss er aus. Gleichzeitig lehnt er jedoch die sogenannte "Brandmauer" ab. "Ich kenne keine Brandmauer", sagte er. Er würde keinem AfD-Antrag zustimmen, aber seine eigenen Anträge nicht davon abhängig machen, ob die AfD zustimmen könnte.
Die FDP sei nicht tot, so Kubicki weiter. Die Partei müsse einfach neu aufgeladen werden – "und zwar mit Selbstbewusstsein und nicht dauernd in Abgrenzung von anderen".