Der LASK in Jubelstimmung. Mit dem 4:2-Erfolg nach Verlängerung gegen Altach sicherten sich die Oberösterreicher den ersten Titel seit 61 Jahren. Und Kühbauer ist mit dem Finalsieg im Klagenfurter Wörthersee Stadion ein besonderes Kunststück gelungen: Er verteidigte den ÖFB-Cup-Titel, hatte 2025 noch mit Wolfsberg zugeschlagen.
Partystimmung ist in der Stahlstadt aber nicht angesagt. Denn im heimischen Fußball geht es Schlag auf Schlag. Schon am Montag (20.30 Uhr) steht für die Linzer das Bundesliga-Heimspiel gegen Rapid Wien auf dem Programm. Ein besonders wichtiges Spiel für den LASK, liegen die Oberösterreicher doch seit letztem Wochenende an der Tabellenspitze.
Nicht gerade zur Freude von Coach Kühbauer. "Wenn ich etwas sage, dann heißt es: ,Er ist sauer, wütend, entsetzt oder schockiert.´ Deshalb sage ich nur: Es ist schwachsinnig, dass man das Spiel an einem Montag ansetzt, Punkt", wurde Kühbauer unmittelbar nach dem Cup-Triumph deutlich. Von Feierlaune war da keine Spur mehr.
Tatsächlich findet das ÖFB-Cup-Endspiel stets am 1. Mai – oder am 30. April, wenn dieser Termin besser passen sollte – statt. Gleichzeitig setzte die Bundesliga eine komplette Runde am 2. und 3. Mai an. Die Spiele der beiden Endspielteilnehmer wurden deshalb kurzerhand auf den Montag verlegt. Altach empfängt um 18.30 Uhr Tabellenschlusslicht Wolfsberg, der LASK dann um 20.30 Uhr Rapid Wien. Beide Spiele steigen drei Tage nach dem Cup-Endspiel.
Der Artikel wird unten fortgesetzt.
"Wir müssen regenerieren, versuchen, alles aus uns herauszuholen", erklärte Kühbauer. Gleichzeitig müsse der Cup-Titel freilich "Kraft geben".
"Aber die Terminierung ist dermaßen schlecht. Da frage ich mich, was sich Leute dabei denken. Denn es geht um etwas – nicht nur für uns, es geht auch für Altach um etwas. Ich bin echt der Meinung, dass sich Leute manchmal Gedanken machen sollten", schoss der Linzer Coach scharf gegen die Terminansetzung.