Als Didi Kühbauer im Oktober beim LASK anheuerte, hatten die Oberösterreicher sieben Punkte am Konto und lagen auf dem zweitvorletzten Tabellenplatz. Was der Mattersburger seither mit dem Team meisterte, gleicht einem kleinen Fußball-Märchen und gipfelte jetzt im Cup-Triumph. Die heimische Trainer-Ikone hat die schweren Anfänge jedenfalls nicht vergessen.
"Wenn man die Geschichte kennt, wie sie entstanden ist, ist es noch umso schöner. Weil vor sechs Monaten waren wir auf gut Deutsch gesagt im Arsch daheim", gestand der sichtlich gelöste Kühbauer am "ORF"-Mikro. Momente zuvor drehte sein Team im denkwürdigen Finale des ÖFB-Pokals einen zweifachen Rückstand gegen Altach in der Verlängerung noch in einen 4:2-Sieg – und holte damit den ersten LASK-Titel im ÖFB-Pokal seit 61 Jahren.
Der Mattersburger entschuldigte sich sofort für seine unpassende Wortwahl, schob dann aber mit einem Schmunzeln im Gesicht gleich hinterher: "Aber so war es halt." Jetzt könnte der LASK sogar Historisches erreichen. Denn als die Oberösterreicher zuletzt im Cup (1965) triumphierten, holte der Klub das Double. Und genau das könnte Kühbauer jetzt auch mit seinem Team gelingen.
Auf die Erwartungshaltung der Fans angesprochen, antwortete der LASK-Trainer dann mit einer Portion Humor. "In Wahrheit ist es ja in Wirklichkeit gefährlich. Wenn du einmal vorne dabei bist, reicht ihnen nicht ein Titel, dann müssen es zwei sein", wollte Kühbauer sich zunächst nicht auf eine Kampfansage einlassen, gestand dann aber selbst: „Jetzt kann alles passieren.