1965 holte der LASK das Double, seitdem wartet der Traditionsklub aus Oberösterreich allerdings auf einen großen Titel im heimischen Fußball. Das kann sich 61 Jahre später aber ändern. Mit Coach Didi Kühbauer haben die Stahlstädter wieder die Chance auf das Double. Im ÖFB-Cupfinale geht es am Freitag (16 Uhr) im Klagenfurter Wörthersee Stadion gegen Altach. Der Bundesliga-Tabellenführer ist da freilich der Favorit.
Das Fußball-Spektakel steigt unter der Leitung des Wiener Schiedsrichters Julian Weinberger. "Im ersten Moment habe ich sehr viel Freude und Dankbarkeit für das Vertrauen, dass ich das Finale leiten darf, verspürt. Ich sehe die Besetzung einerseits als Anerkennung seitens der Verantwortlichen und andererseits als Bestätigung meiner bisherigen Leistungen, nicht nur im letzten, sondern auch in den vergangenen Jahren", jubelte der hauptberufliche Polizist aus Wien über die Besetzung.
Beim LASK und vor allem auch bei Trainer Didi Kühbauer dürfte die Nominierung Weinbergers aber Bauchschmerzen hervorgerufen haben. So hatte der Unparteiische in der vierten Bundesliga-Runde beim 3:0 von Red Bull Salzburg gegen den LASK Kapitän Sascha Horvath in der 35. Minute wegen Kritik zwei gelbe Karten binnen weniger Augenblicke gezeigt, den Mittelfeld-Mann damit vorzeitig unter die Dusche geschickt. "Er hat Worte gesagt, die das Maß überschritten haben", meinte Weinberger nach dem Spiel bei "Sky". Horvath konterte: "Ich habe ihn nicht beleidigt." Der damalige Linzer Trainer Joao Sacramento hatte Weinberger vorgeworfen, "mit seinem Ego das Spiel zerstört" zu haben.
Der Artikel wird unten fortgesetzt.
Auch Kühbauer machte derweil bereits Bekanntschaft mit Weinberger. Im März 2025 hatte der Trainer, damals noch in Wolfsberg engagiert, beim Duell gegen Sturm Graz binnen zwei Minuten zweimal Gelb gesehen (37., 39.). Schiedsrichter Weinberger hatte den für seine Emotionen bekannten Kühbauer damit auf die Tribüne geschickt.
Beim 2:2-Remis der Lavanttaler gegen Hartberg in der siebten Bundesliga-Runde der aktuellen Saison sah Kühbauer abermals Gelb von Schiedsrichter Weinberger – bereits in der 23. Minute. Das brachte der nunmehrigen LASK-Coach damals auf die Palme. "Er muss eines verstehen: Die Protagonisten sind die Fußballer. Ich glaube, dass er irgendwann lernen muss, dass man ihn nicht bemerken soll. Er kann mir immer und immer wieder die Gelbe Karte geben, das berührt mich null, weil ich weiß, dass sie von ihm kommt", wurde Kühbauer im September gegenüber "Sky" deutlich, und gab Weinberger dann auch noch einen "Tipp" mit auf den Weg: "Dass er die Spieler im Mittelpunkt stehen lässt und nicht sich selbst. Weil so gut ist er dann auch nicht."
Nun auf die Besetzung des Final-Schiedsrichters angesprochen, gab sich der LASK-Trainer betont zurückhaltend. "Ich glaube, er ist ein guter Schiedsrichter." Weinberger leitete dem Horvath-Ausschluss und der Kühbauer-Verwarnung im August beziehungsweise September 2025 keine Spiele mit Linzer Beteiligung mehr.