Markus Pink netzte schon in der ersten Minute für die Lavanttaler, Alessandro Schöpf (33.) und Angelo Gattermayer (51.) legten nach, bevor Yorbe Vertessen für die vor allem defensiv wackeligen Salzburger verkürzen konnte (61.). Den Umschwung in der Partie hatte dies aber nicht bedeutet.
Weil die Mozartstädter offensiv weitgehend harmlos geblieben waren, defensiv äußerst wackelig agierten. Bei schnellen Angriffen der "Wölfe" bröckelte die Bullen-Abwehr immer wieder auseinander, offenbarte ungewohnt große Lücken.
So nahm Coach Kühbauer bei "Sky" auch den Führungstreffer von Pink nach 55 Sekunden zum Anlass, um einen pikanten Scherz anzubringen. Als der Wolfsberg-Trainer zu einigen Worten über "Frühstarter" Pink gefragt wurde, schmunzelte er: "Hoffentlich passiert das zu Hause nicht. Aber das ist ja wieder etwas anderes." Dabei konnte sich der 54-Jährige ein schelmisches Grinsen nicht verkneifen. "Er weiß, wo die Hütte steht. Das Tor war für unser Spiel dann sehr wichtig", schob Kühbauer an.
"Wir haben echt ein gutes Spiel gemacht. Meine Spieler haben das Spiel mehr gewinnen wollen, besser verteidigt, die Zweikämpfe mehr gewinnen wollen. Da waren meine Burschen wirklich da", sprach Kult-Trainer Kühbauer dann ein Lob für die ganze Mannschaft aus.
Pink meinte derweil auf eine entsprechende Frage, er sei ein "Frühaufsteher". "Nicht nur privat, sondern auch auf dem Platz", lachte der Wolfsberg-Stürmer. "Es war wichtig für den Spielverlauf, aber die Mannschaft hat gezeigt, dass wir eine coole Truppe sind. Auch wenn der Feinschliff noch fehlt", schmunzelte der Routinier.
"Wenn jeder einzelne das eigene Ego hinten anstellt, dann sieht man, dass man mit Salzburg gut mithalten kann, dass man die Torchancen auch nutzt. Und so kommt das Ergebnis dann zustande", schmunzelte Pink.