Die beeindruckende Serie ist gerissen. Im 13. Spiel unter Trainer Didi Kühbauer setzte es für den LASK die erste Niederlage - und das ausgerechnet im Spitzenspiel mit 1:5 gegen Red Bull Salzburg.
Der Expected-Goal-Wert sprach mit 2,24 zu 1,62 sogar leicht für die Linzer. Trotzdem jubelten am Ende die Salzburger. "Dieser Wert ist für die Fische", merkte Kühbauer bei "Sky" an. "Salzburg war besser."
Kühbauer weiter: "Wir stellen deswegen auf einmal nicht alles infrage, wir können schon ganz gut analysieren, was Sache ist."
Der Burgenländer verlor das Duell mit Neo-Salzburg-Trainer Daniel Beichler klar. In Aktionismus will er deshalb nicht verfallen: "Wir werden nicht zum Ponyreiten anfangen, sondern weiter unser Ding machen. Wir haben ein Spiel verloren, das tut jedem weh, aber wir werden nicht zum Fliegenfischen anfangen."
Wie schon zuletzt startete der LASK denkbar schlecht in die Partie und kassierte früh zwei Gegentore. "Vor dem ersten Tor haben wir ein, zwei Mal einen Schnittball verloren, das war vielleicht der Anfang vom Ende. Wir waren in der Zuteilung zu passiv, nicht so nah dran am Mann, wie es sein muss. Da waren wir nicht scharf genug."
Sasa Kalajdzic gelang immerhin sein erstes Bundesliga-Tor seit fast sieben Jahren. Wirklich freuen konnte sich der Stürmer darüber aber nicht: "Das freut mich natürlich, aber ich kann mir nichts darum kaufen. Ich hätte lieber gewonnen und kein Tor gemacht."
Die große Chance auf das 2:2 ließ Moses Usor aus, im Gegenzug stellte Salzburg noch vor der Pause auf 3:1. Spätestens nach dem 4:1 war die Partie entschieden. Kühbauer gratulierte fair: "Salzburg war heute diese Mannschaft, die man von früheren Zeiten kennt: Sehr aggressiv, sie haben uns kaum Zeit gelassen und den Ball gut laufen lassen."
Für LASK-Torschütze Kalajdzic könnte die deutliche Pleite sogar ein Weckruf sein. "Auch wenn es komisch klingt, aber mich freut es, dass wir eine auf den Deckel bekommen haben. Nicht, weil wir in den letzten Spielen schlecht performt haben, sondern, weil man einfach sieht, dass du in keiner Sekunde nachlassen darfst - vor allem gegen so einen Gegner."