Double mit dem LASK

"Wichtigster Mensch!" Kühbauer stürmte zum Meisterkuss

Didi Kühbauer führt den LASK sensationell zum Double. Sein erster Weg führte ihn zu Ehefrau Ingrid.
Sport Heute
17.05.2026, 19:45
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"Es fällt so viel Druck jetzt runter. Als ich hergekommen bin, wollten wir überleben. Wenn du dann den Cupsieg machst und so knapp an der Meisterschaft bist, bist du immer unter Strom", wirkt Didi Kühbauer am Sonntag beim ersten Meister-Interview überwältigt.

Der 55-Jährige führte den LASK nach 61 Jahren zum ersten Meistertitel, nur zweieinhalb Wochen nach dem Cup-Triumph in Klagenfurt. Kühbauer hatte die Linzer im Oktober als Vorletzter übernommen. Selbst die Teilnahme im oberen Playoff wirkte zu diesem Zeitpunkt illusorisch. Am Sonntag machte seine Truppe mit einer 3:0-Gala bei der Wiener Austria das sensationelle Double perfekt.

Während sich die Linzer Spieler zu den mitgereisten Fans stürmten, sich in den Armen lagen, fehlte nach Abpfiff von Kühbauer zunächst jede Spur. Warum? "Ich brauchte einfach diese Momente für mich." Der erste Weg führte den Familienvater dann nicht zu seinen Schützlingen oder den Anhängern.

Kühbauer stürmte zu seiner Familie. Erst gab es die innige Umarmung mit der Gattin Ingrid: "Sie ist der wichtigste Mensch." Emotional herzte er dann die gemeinsamen Töchter.

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Vor der Kurve bei seinem Team angekommen, brach die Freude dann richtig aus dem Chefcoach heraus: "Ich bin jetzt froh, dass das passiert ist, was sich keiner gedacht hat – auch ich nicht. Das ist viel mehr, als ich jemals erwartet habe. Ich würde sie am liebsten alle adoptieren." Sie? Damit sind die Spieler gemeint, die voll des Lobes über ihren Meistertrainer sind.

Stürmer-Star Sasa Kalajdzic hatte ihn schon vor Wochen als den "vielleicht besten Trainer, den ich je hatte" geadelt. Kapitän Sascha Horvath brach vor der Übergabe des Meistertellers eine Lanze für Kühbauer: "Es ist so krank, oida. Es ist ein ganz klares Wunder. Ich weiß nicht. Der Trainer kommt zu uns. Wir waren am Boden. Es ist einfach der Kühbauer. In meiner Sportlerkarriere ist das mein größter Tag."

Es dauerte, bis der bisher größte Erfolg der Trainerkarriere bei Kühbauer zu sacken schien. Im ORF scherzte der Burgenländer in seinem Heimatdialekt: "Normal hobi immer die Suppenschissl aufegsteßn, jetzt hab ich wenigstens den Meisterteller." Und: Er verweigere die Glatzen-Rasur durch seine Spieler: "Haare dürfen sie mir nicht schneiden, sogt mei Frau, weil ich schaue schon mit Haaren nicht gut aus."

{title && {title} } red, {title && {title} } 17.05.2026, 19:45
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