Freispruch für Slowaken im Kunstraub-Prozess

Am Mittwoch musste ein mutmaßlicher Kunstdieb (50) in Krems auf die Anklagebank. Er soll laut Anklage mit einem Komplizen in die Wasserburg Burgschleinitz eingedrungen sein.

Für einen spektakulären Kunstdiebstahl in der mittelalterlichen Wasserburg Burgschleinitz (Bezirk Horn) musste am gestrigen Mittwoch ein Slowake (50) in Krems vor Gericht (Anm.: momentan finden nur haftdringliche Verhandlungen statt).

Der Angeklagte soll laut Anklage, gemeinsam mit einem Komplizen, zwischen 31. Jänner und 3. Februar 2019 in den nicht öffentlichen Teil des Schlosses eingedrungen. Dabei verschwanden unter anderem ein venezianischer Spiegel, mehrere Gemälde, eine Barockstanduhr, Renaissance-Madonnen. Gesamtschaden: 321.000 Euro, alleine die drei barocken Meisterbilder haben einen Wert von 60.000 Euro, zwei Geigen einen Wert von 30.000 Euro - mehr dazu hier.

Freispruch für zweiten Angeklagten

Doch der Slowake bestritt jeden Zusammenhang mit der Tat, wurde schließlich sogar freigesprochen. Ferdinand Schuster vom Landesgericht Krems: "Dem Angeklagten konnte nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Beteiligung an der Tat nachgewiesen werden. Er wurde nach Verkündung des Freispruchs enthaftet, die Staatsanwaltschaft hat keine Erklärung abgegeben. Der Freispruch ist somit noch nicht rechtskräftig."

Der andere Angeklagte (52) hatte bereits am 9. März in Krems vor dem Richter gestanden, dabei drei Jahre Haft ausgefasst ("Heute" berichtete). Dieses Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.

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