Schlauer Hintergedanke

Kurios! Südkorea feuert Nordkorea im Finale an

Nordkoreas Fußballerinnen haben mit dem Gewinn der asiatischen Königsklasse beim ersten Gastspiel in Südkorea seit acht Jahren für Aufsehen gesorgt.
Sport Heute
24.05.2026, 09:56
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Durch den Gewinn der asiatischen Champions League haben die Fußballerinnen des Naegohyang Women's FC das erste Gastspiel einer nordkoreanischen Sportmannschaft in Südkorea seit acht Jahren prestigeträchtig gekrönt. Beim 1:0 (1:0)-Finalerfolg gegen Tokio Verdy Beleza im nur höchst mäßig besetzten Stadion von Suwon feuerten mehrere Tausend einheimische Fans, darunter eine große vom südkoreanischen Vereinigungsministerium unterstützte Gruppe von Zuschauern aus zivilgesellschaftlicher Organisationen, die Spielerinnen aus ihrem kommunistischen Bruderstaat lautstark an.

Auf Unterstützung eigener Anhänger musste Naegohyang wie schon im vorherigen Turnierverkauf verzichten: Abgesehen von Ausnahmegenehmigungen ist Nordkoeanern die Einreise in den Süden untersagt. Beide Länder befinden sich völkerrechtlich seit 1950 im Krieg.

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Fokus auf Frauenfußball

Das Endspiel, in dem Naegohyangs Kapitänin Kim Kyong Yong schon kurz vor der Pause das entscheidenden Tor erzielte, weckte deutlich weniger Interesse als Naegohyangs Halbfinal-Auftritt drei Tage zuvor an gleicher Stelle gegen Gastgeber Suwon FC (2:1): Für das brisante Duell waren alle rund 7100 verfügbaren Tickets binnen weniger Stunden vergriffen.

Die Ankunft der nordkoreanischen Delegation war am vergangenen Sonntag unter hohen Sicherheitsvorkehrungen erfolgt und von großem Medieninteresse begleitet. Die 39 Spielerinnen und Betreuerinnen wurden von Unterstützern südkoreanischer Bürgergruppen empfangen. "Seid willkommen!", riefen die Anhänger entlang der abgesperrten Route am Flughafen.

Naegohyangs Titelgewinn ist auch Resultat einer konsequenten Förderung durch das Regime im Pjöngjang. Frauenfußball zählt zu den stärksten Sportarten des Landes, die Nationalmannschaft nimmt regelmäßig an WM-Turnieren teil und ist der Weltrangliste auf Position elf deutlich höher eingestuft als das Männer-Team auf Platz 118.

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