Kurioser Tweet weist Kurz noch immer als Kanzler aus

Am Donnerstag wurde Sebastian Kurz als Abgeordneter angelobt. Nur wenig später erschien auf seinem Tweeter-Account eine "Kanzler"-Nachricht.

Sebastian Kurz ist seit dem Vormittag auch offiziell Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat. Er wurde über die Parteigrenzen hinweg freundlich im Hohen Haus empfangen (siehe Diashow). Zuvor veröffentlichte er über seine Social-Media-Kanäle ein emotionales Video, in dem er die "emotionale Achterbahnfahrt" der vergangenen Tage Revue passieren ließ. 

Nur kurze Zeit später passierte dem Social-Media-Team des Ex-Kanzlers aber ein bemerkenswerter Faux-Pas. Auf dem Twitter-Account von Sebastian Kurz erschien ein Beitrag, der augenscheinlich nicht für diesen bestimmt gewesen ist. "

"Meine erste Reise als Bundeskanzler führt mich heute bewusst nach Brüssel. Ich treffe hier Kommissionspräsidentin @vonderleyen & Ratspräsident @eucopresident Charles Michel zu Gesprächen. Meine Botschaft ist klar: Österreich ist und bleibt ein verlässlicher Partner in der EU." 

Ist Sebastian Kurz immer noch Kanzler? Im ÖVP-Medienteam dürfte sein Rücktritt noch nicht ganz durchgedrungen sein.
Ist Sebastian Kurz immer noch Kanzler? Im ÖVP-Medienteam dürfte sein Rücktritt noch nicht ganz durchgedrungen sein.HEUTE / Screenshot Twitter

Irrtum behoben

Klarerweise sollte dieser Tweet auf dem Twitter-Account von Kurz-Nachfolger Alexander Schallenberg erscheinen. Der Irrtum wurde von den Verantwortlichen auch rasch wieder behoben. Binnen kürzester Zeit wurde der "Kurz-Tweet" gelöscht.

Tatsächlich ist es Alexander Schallenberg, der am Donnerstag erstmals in der Funktion des Regierungschefs nach Brüssel reiste. Zuvor gab der Neo-Kanzler dem Ö1-Morgenjournal ein Interview, in dem ihm eine Formulierung des ORF-Journalisten sogar zum Lachen brachte. 

Angesprochen auf das Missgeschick nahm Schallenberg die zuständigen Mitarbeiter für den Fehler in Schutz. Dieser sei auf Grund technischer Schwierigkeiten geschehen, sagte er am Nachmittag in Brüssel. Mit dem Amtsverständnis oder einem "Schattenkanzler" habe das nichts zu tun. "Natürlich bin ich genug emanzipiert von Sebastian Kurz. Ich bin als Bundeskanzler angelobt worden am Montag und gehe der Aufgabe nach bestem Wissen und Gewissen nach. Die Situation der letzten Tage war sehr herausfordernd, auch für die Mitarbeiter im Bundeskanzleramt, die mit den sozialen Medien betraut sind. Dass da ein technischer Fehler passiert, muss man der Person nachsehen, das hat aber nichts mit meinem Amtsverständnis zu tun", erklärte er.

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