Politik

Kurz erleichtert: "Das wäre dramatisch gewesen"

Laut Kanzler Sebastian Kurz werden die kommenden Monate "herausfordernd", von einer Rückkehr zur Normalität bis Sommer ist er aber weiter überzeugt.
André Wilding
20.03.2021, 12:00

"Bis Ende Juni stehen acht Millionen Impfdosen zur Verfügung", erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Samstag bei einem Live-Interview im Rahmen des Parteitags der ÖVP Vorarlberg. Der VP-Chef rechnet mit einer Rückkehr des normalen Lebens bis Sommer und blickt der Zeit nach dem Ende der Corona-Pandemie bereits hoffnungsvoll entgegen.

"So schwierig es jetzt ist, so gut wird es wieder sein", so Kurz beim Parteitag. Österreichs Regierungschef stellte zudem auch klar, dass die Menschen in der Corona-Zeit brav gespart hätten, nun haben sie allerdings wieder "Lust zu konsumieren und auf Urlaub zu fahren", wird der Kanzler am Rande des Parteitags der Vorarlberger ÖVP zitiert.

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Kurz ist daher davon überzeugt, dass auch die Wirtschaft in den nächsten Monaten wieder ordentlich angekurbelt werden wird. Die Phase ab Herbst solle man laut Österreichs Kanzler dann unter anderem für eine stärkere Ökologisierung nützen und auch die Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen auf Touren bringen.

"Leider Gottes gibt es vieles, das nicht rund rennt"

Beim Parteitag der ÖVP Vorarlberg äußerte sich Kurz dann einmal mehr zum Thema Impfen. Und laut Kurz gebe es auf europäischer Ebene "leider Gottes vieles, das nicht rund rennt." Über die Entscheidung, dass sich die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) für eine weitere Verwendung des AstraZeneca-Impfstoffs ausgesprochen hat, freut sich der VP-Chef.

Denn "ein Verzicht wäre dramatisch gewesen", so Kurz. Immerhin liefere AstraZeneca ein Drittel des Impfstoffs in Europa. Das Impftempo in Österreich bezeichnet der Bundeskanzler als "gut". Rund 30.000 Menschen würden aktuell pro Tag gegen das Coronavirus geimpft werden. "Und von Tag zu Tag werden es mehr", wird der VP-Chef in den Medien zitiert.

Anschober gegen weitere Öffnungen

Kurz machte sich beim Parteitag auch für den Weg der Regionalisierung bei den Öffnungsschritten stark. Diesen Weg "wollen wir fortsetzen", so Österreichs Kanzler. Ziel sei es auch weiterhin, so viel Freiheit wie möglich zu gewähren und nur dort Einschränkungen zu verhängen, wo diese wirklich nötig sind. Aufgrund der niedrigen 7-Tages-Inzidenz sei eine Öffnung in Vorarlberg gerechtfertigt gewesen.

Nun hofft der Bundeskanzler, dass auch in anderen Regionen des Landes bald weitere Schritte bei den Öffnungen gesetzt werden können. Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat sich am Samstag aber jedenfalls bereits gegen weitere Lockerungen ausgesprochen.