Kurz glaubt an baldige Grenzöffnung

Am Freitag zeigte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz optimistisch, dass es zeitnah zu einer Einigung mit Deutschland bezüglich offener Grenzen kommen wird.

Bezüglich der Grenzschließung zu Deutschland zeigte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitag optimistisch, dass es zu einer zeitnahen Lösung kommen werde. "Ich bin optimistisch, dass wir mit Deutschland in den nächsten Wochen eine Lösung finden", sagte der Regierungschef.

Beide Länder hätten aktuell sehr niedrige Neuinfektionszahlen, was das Coronavirus anbelangt, zu verzeichnen. Mit an Bord ist in dieser Frage auch die EU-Kommission, mit der es laut Kurz "enge Gespräche" gebe. Zu einer Einigung werde es dann kommen, wenn Deutschland dazu bereit sei. Von der Öffnung würden nicht nur Privatpersonen, sondern auch die Industrien beider Länder profitieren.

Auch Nehammer für baldige Öffnung

Für eine alsbaldige Grenzöffnung macht sich auch Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) stark. Nehammer selbst kann sich Grenzöffnungen auch zu anderen Nachbarländern gut vorstellen. Denn neben Deutschland seien die Zahlen auch in Tschechien, der Slowakei und der Schweiz "sehr günstig". Das sagte er in den "Salzburger Nachrichten".

Allen Beteiligten sei bewusst, dass es eine zeitliche Perspektive geben müsse, ab wann Grenzkontrollen nicht mehr notwendig seien, so Nehammer. Wie wichtig eine baldige Grenzöffnung ist, zeigt ein Blick auf den Tourismus. Im Jahr 2017 verbuchten österreichische Betriebe allein von deutschen Gästen rund 79 Millionen Nächtigungen. Im Vergleich dazu machten Übernachtungen von Österreichern selbst nur rund 30 Prozent aus.

Zuletzt waren auch aus Deutschland positive Signale bezüglich einer Grenzöffnung zu vernehmen. Sowohl Innenminister Horst Seehofer (CSU) als auch der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Daniel Günther haben sich laut einem Bericht schon Gedanken über die Eindämmung des Coronavirus, trotz geöffneter Grenzen, gemacht.

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