Kurz wird sich impfen lassen, aber keine Impfpflicht

Claudia Stöckl im Bundeskanzleramt bei Sebastian Kurz für das Ö3-"Frühstück bei mir"
Claudia Stöckl im Bundeskanzleramt bei Sebastian Kurz für das Ö3-"Frühstück bei mir"Ö3/Martin Kracher
Am Sonntag war Kanzler Kurz zu Gast bei Claudia Stöckls "Frühstück bei mir" auf Ö3. Neben einigen persönlichen Einsichten reagierte der Kanzler auch auf Kritik an Wirtschaftshilfen und verriet, dass er sich auf jeden Fall gegen Corona impfen lassen wird.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bläst derzeit der Wind ins Gesicht. Viele Wirtschaftstreibende und Unternehmen - die ÖVP-Kernklientel - kritisiert die schlechte Organisation der groß angekündigten Wirtschaftshilfen, die nicht bei den Unternehmen ankommen. Der Kanzler ließ die Kritik nicht an sich heran, er verwies darauf, "dass in einer Demokratie mit dem Steuergeld der Bürger sorgsam umgegangen werden muss" und die größten Staatshilfen der Geschichte an Bedingungen geknüpft werden.

"Werde mich auf jeden Fall impfen lassen"

Von Moderatorin Claudia Stöckl dazu befragt, ob er sich impfen lassen werde, sobald ein Impfstoff gefunden wird, sagte der Kanzler: "Ja, ich werde mich auf jeden Fall impfen lassen." Allerdings nicht aus Angst vor der Krankheit selbst, stellt Kurz klar. Vielmehr wolle er verhindern, dass er sich nicht anstecke, nichts davon merke "und dann vielleicht andere infiziere, die viel mehr darunter leiden müssen", so der Kanzler.

Eine Impfpflicht werde es in Österreich aber nicht geben - auch nicht gegen das Coronavirus, so Kurz. Das lehne er kategorisch ab. "Aber ich möchte schon auch darauf hinweisen, dass viele Krankheiten heutzutage ausgerottet sind, weil sich viele Menschen haben impfen lassen", betonte der Kanzler.

Kurze persönliche Augenblicke

Wie üblich hielt sich dier Kanzler bei Fragen zu seinem persönlichen Privatleben stark zurück, gab aber vereinzelt Einblicke in seine Zukunftspläne. Seinen erschütterndsten Moment der Corona-Krise teilte er jedoch mit den Ö3-Zuhörern: "Als eine junge Frau auf mich zukam und mir sagte, dass ihr Vater im Sterben liegt und sie sich nicht von ihm wird verabschieden können." 

Der schwerste Verzicht in der Krise für ihn persönlich sei gewesen, seine Familie und engste Freunde nicht sehen zu können. Seine Beziehung zu seiner Lebensgefährtin Susanne Thier habe unter der Krise aber nicht gelitten. Sie sei ein eingespieltes Team und auch einiges gewohnt, was lange Abwesenheiten aufgrund der Politik angehe.

Zu einer definitiven Aussage über eine geplante Hochzeit oder einen Kinderwunsch des Paares wollte der Kanzler wie üblich nichts sagen. 

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