Kurz: "Zufrieden sind wir, wenn..."

Bundeskanzler Kurz in Israel (2018)
Bundeskanzler Kurz in Israel (2018)ROBERT JAEGER / APA / picturedesk.com
Am Donnerstag reist Sebastian Kurz zu Netanjahu nach Israel. Was das konkrete Ziel des Treffens sein soll, verrät der Bundeskanzler im Interview.

Am heutigen Donnerstag wird sich Bundeskanzler Sebastian Kurz gemeinsam mit der dänischen Premierministerin Mette Frederiksen auf den Weg nach Israel machen. Mit Benjamin Netanjahu will man künftig eine Kooperation starten, um gemeinsam Impfstoff für die nächsten Mutationen zu produzieren. Eine reine PR-Show sei es deswegen nicht, so Kurz im Ö1-Morgenjournal.

"Zufrieden sind wir, wenn es uns gelingt, auch eine Zusammenarbeit im Bereich der Produktion zu fixieren. Und zufrieden sind wir, wenn österreichische Unternehmen einen Beitrag entlang dieser Wertschöpfungskette leisten können." Bereits heute wird deswegen ein erstes Abkommen angestrebt.

Europameister

So soll schon bald auch in Österreich Impfstoff produziert werden können. "Ich hab mit allen Playern der Pharmaindustrie in den letzten Wochen immer wieder Kontakt gehabt. Ich weiß, dass es hier viele gibt, die im Bereich der Wertschöpfungskette ihren Beitrag leisten können", sagt Kurz. Als Misstrauen gegenüber der EU solle das keinesfalls gewertet werden.

Viele würden sich in Österreich ein ähnlich schnelles Impf-Tempo wünschen wie in Israel, doch Kurz entgegnet, "dass wir beim Impfen im besten Drittel sind, konkret auf Platz sieben, beim Testen sind wir unter den Top drei und was die Wirtschaftshilfen betrifft, liegen wir auf Platz Nummer eins in der EU" (Platz sieben meint hier allerdings das Verhältnis zwischen gelieferten und verimpften Dosen, welches 79,2 Prozent beträgt).

Trotzdem habe man Berichten zufolge im Mai ein Angebot Israels ausgeschlagen, gemeinsam Impfstoff zu organisieren. Kurz erklärt das damit, dass schließlich bereits im Juni die Europäische Union die gemeinsame Beschaffung für alle Mitgliedsstaaten übernommen hat. "Wir waren vertraglich dazu verpflichtet, keine direkten Gespräche mit Pharmaunternehmen zu führen."

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