Kurz sagt, worauf wir uns vorbereiten müssen

Am Montag entscheidet sich, ob und wann Lokale wieder öffnen können.
Am Montag entscheidet sich, ob und wann Lokale wieder öffnen können.apa/picturedesk ("Heute"-Montage)
Schon am Montag soll die Entscheidung fallen, wie es in Österreich weitergeht. Bundeskanzler Sebastian Kurz blickt allerdings schon in den Sommer. 

Am Montag soll bei einem großen Corona-Gipfel geklärt werden, ob weitere Lockerungsschritte durchgesetzt werden können, oder nicht. Am Dienstag wird Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) dienstlich nach Israel reisen. Im Vorfeld dieser Auslandsreise trifft der österreichische Regierungschef zusammen mit den Regierungskollegen Margarete Schramböck und Heinz Faßmann (beide ÖVP) heimische Pharmavertreter und führende Wissenschaftler und Mediziner. 

Das Ziel dieser Unterredung ist laut Angaben des Bundeskanzleramtes, Österreichs Kompetenzen im Bereich Forschung, Entwicklung und Produktion von Corona-Impfstoffen und Therapiemöglichkeiten zu bündeln. In weiterer Folge sollen Gespräche mit Israel und Dänemark über eine gemeinsame Impfstoff-Produktion geführt werden. 

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Österreich will eigenen Impfstoff produzieren

Am Donnerstag wird Kurz zusammen mit seiner dänischen Amtskollegin, Mette Frederiksen, Israel besuchen und über die Pandemie-Bekämpfung sprechen. Der Fokus soll dabei auf der Vorbereitung auf den Sommer liegen, wie das Kanzleramt nun mitteilte. Geht es nach Kurz, soll Österreich in der Lage sein "bestehende Impfstoffe und Therapien möglichst schnell anzupassen oder neue schnell zu produzieren und dies möglichst eigenständig".

Der Kanzler bekräftigte am Sonntag seine Haltung, dass man im Sommer zur Normalität zurückkehren könne. "Wir müssen uns aber bereits jetzt rechtzeitig auf neue, gefährlichere Mutationen des Virus vorbereiten. Dazu sind wir seit Monaten in einem engen Austausch mit Dänemark sowie Israel und werden unsere Expertise einbringen, um gemeinsam Impfstoff zu produzieren", so Kurz am Sonntag gegenüber der APA. 

Lockdown-Entscheidung fällt am Montag

Angesichts der hohen Infektionszahlen, nicht nur die Fallzahlen der bestätigten Corona-Fälle, auch die Auslastung der Intensivbetten hat in den vergangenen Tagen rasant zugenommen, scheint eine Verlängerung des Lockdowns light als realistischstes Szenario zu gelten. Die richtige Entscheidung zu treffen, könnte sich für die Bundesregierung allerdings als Drahtseilakt erweisen. 

Denn während anerkannte Experten vor erneuten Öffnungsschritten warnen, drängen Vertreter aus mehreren Branchen, allen voran der Gastronomie, zu weiteren Lockerungen. Am Sonntag sorgte die Ankündigung des Vizekanzlers, Werner Kogler, den Jugendlichen bald wieder die Sportausübung in Vereinen ermöglichen zu wollen, für Hoffnung auf eine dezente Rückkehr zur Normalität. Die definitive Entscheidung über das weitere Vorgehen soll am Montag fallen. Man darf aber getrost davon ausgehen, dass hinter den Kulissen bereits jetzt die Köpfe rauchen. Für Montag sieht der Weg zur Entscheidungsfindung wie folgt aus:

10.00 Uhr: Austausch Experten mit der Bundesregierung
11.30 Uhr: Austausch Experten mit den Parlamentsparteien und der Bundesregierung
13.00 Uhr: Austausch Experten mit den Landeshauptleuten und der Bundesregierung

Länder-Konsens ungewiss

Speziell der letzte Termin könnte richtungsweisend sein. Denn aus den Ländern war zuletzt nicht nur Zustimmung zu den harten Maßnahmen zu vernehmen. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) forderte vehement die Öffnung sämtlicher Branchen. Anfang des Monats schlug er sogar vor, das Burgenland zur Test-Region bezüglich einer möglichen Öffnung der Hotellerie zu machen. 

Auch wenn die Tendenz aktuell in Richtung Verlängerung des Status Quo über den 9. März hinausgeht, ist eine endgültige Entscheidung diesbezüglich noch nicht gefallen. "Heute" wird am Montag den Corona-Entscheidungstag LIVE für dich begleiten.

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