Landes-Chef sicher: Lockdown ist beschlossene Sache

Hans Peter Doskozil ist sich sicher: Am Freitag wird der Lockdown für alle verkündet.
Hans Peter Doskozil ist sich sicher: Am Freitag wird der Lockdown für alle verkündet.ROBERT JAEGER / APA / picturedesk.com
Jetzt rechnet auch der erste Landeschef der Ost-Region mit einem General-Lockdown. Hans Peter Doskozil: "Burgenland wird sich solidarisch beteiligen."

Die Zeichen für einen harten Lockdown für alle Österreicher werden immer deutlicher. Nun lässt sogar der erste Landes-Chef aufhorchen. Mit 72 Prozent ist das Burgenland immer noch unangefochtene Spitze bei der Impfquote. Dadurch hätten die Burgenländer ihren Zusammenhalt bewiesen, so Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil.

"Aber niemand ist eine Insel, wir alle sind Österreich. Wir sind mit den anderen Bundesländern solidarisch, wie sie auch mit uns", kündigt er an.

"Die Bilder aus den Intensivstationen der besonders betroffenen Bundesländer sind dramatisch. Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung nach der Sitzung mit den Landeshauptleuten am Freitag einen Lockdown beschließen wird. Das Burgenland wird sich hier solidarisch beteiligen."

Klare Vorgaben

Diesmal müsse es aber klare Kriterien und Zielvorgaben seitens der Bundesregierung geben. "Der Blindflug muss ein Ende haben." Es brauche nun "Zuverlässigkeit, Planbarkeit und eine Perspektive auf Rückkehr zur Normalität!"

Eine Umfrage zeigte bereits, dass viele Österreicher Doskozil der Bundesregierung als Corona-Krisenmanager bevorzugen würden. Im Ranking belegt er hinter Parteikollegen Michael Ludwig den zweiten Rang und erhält die Schulnote 2,7. Wolfgang Mückstein kommt hingegen nur auf die Note 3,2.

Ex-Kanzler Kurz hingegen schneidet bei den Befragten am schlechtesten ab. 34 Prozent, also mehr als ein Drittel geben ihm für sein Krisenmanagement einen "Fetzen", seine Durchschnittsnote liegt gerade einmal bei 3,5.

Das komplette Statement von Doskozil

"Die Burgenländerinnen und Burgenländer halten zusammen. Das haben wir bei der österreichweit höchsten Impfquote bewiesen. Aber niemand ist eine Insel, wir alle sind Österreich. Wir sind mit den anderen Bundesländern solidarisch, wie sie auch mit uns.
Die Bilder aus den Intensivstationen der besonders betroffenen Bundesländer sind dramatisch. Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung nach der Sitzung mit den Landeshauptleuten am Freitag einen Lockdown beschließen wird. Das Burgenland wird sich hier solidarisch beteiligen. Klar ist aber auch, dass es diesmal klare Kriterien und Zielvorgaben braucht. Der Blindflug der Bundesregierung muss ein Ende haben. Die Menschen im Land brauchen Zuverlässigkeit, Planbarkeit und eine Perspektive auf Rückkehr zur Normalität!"

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