Viele Dinge fehlen: Materialmangel bremst Industrie

Der Aufschwung in der heimischen Industrie hat sich durch Material- und Lieferengpässe verlangsamt. (Symbolbild) 
Der Aufschwung in der heimischen Industrie hat sich durch Material- und Lieferengpässe verlangsamt. (Symbolbild) BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com
Lieferengpässe, Rohstoffmangel: Der Aufschwung in der heimischen Industrie hat sich deutlich verlangsamt.

Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) am Mittwoch mitteilte schreitet der heimische wirtschaftliche Aufschwung immer langsamer voran. Der Grund sind – ähnlich wie in der Euro-Zone – Material- und Lieferengpässe. Immer mehr Erzeuger von Sachgütern würden Rohstoffknappheit als Hauptproblem der Produktionsbehinderung bezeichnen.

 Im Oktober hätten das schon 42 Prozent der befragten heimischen Betriebe gemeldet.

Ähnliche Entwicklungen sind im gesamten Euro-Raum zu beobachten. Auch hier habe die Industriekonjunktur an Fahrt verloren.

Öl und Gas immer teurer

Wie bereits zuvor öfter berichtet, schildert auch das WIFO, dass hinsichtlich der Energierohstoffe der Preisanstieg weiter anhielt. Im Oktober lag ein Fass Brent-Rohöl bei 84 Dollar, Anfang 2021 waren es noch 55 Dollar. Auch der Preis für Erdgas sei zuletzt deutlich in die Höhe geschnellt.

Mit dem Rohstoffpreisanstieg seien auch die Verbraucherpreise angestiegen. Im Euro-Raum beschleunigte sich die Inflation laut ersten Schätzungen im Oktober auf 4,1 Prozent, in Deutschland auf 4,6 Prozent.

 In Österreich belaufe sich die Inflation laut Vorausschätzung der Statistik Austria auf 3,6 Prozent, den höchsten Wert seit November 2011.

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