In der ZDF-Talkshow am Mittwochabend überraschte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel den Moderator Markus Lanz mit einer schockierenden Zahl: 30 Millionen Euro gibt die Stadt Hamburg jährlich für Hotelunterbringung aus.
Dressel erklärte, dass noch immer über 40.000 Menschen in öffentlichen Einrichtungen der Hansestadt leben würden. Der Grund: ein extrem angespannter Wohnungsmarkt. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.
Laut "tag24.de" zeigte sich Lanz fassungslos und fragte: "Wer wohnt da?" Dressels Antwort machte das Problem deutlich: "Nichts ist so teuer wie Hotelunterbringung." Der Bund lasse die Städte mit den Kostenfolgen zunehmend allein.
Die Linken-Politikerin Ines Schwerdtner forderte in der Runde mehr bezahlbaren Wohnraum und einen bundesweiten Mietendeckel. Dressel konterte: "Da sind jetzt die Konzepte der Linkspartei jedenfalls keine, die uns in Hamburg überzeugen."
Der SPD-Politiker setzt stattdessen auf ein Bündnis mit der Wohnungswirtschaft. Der Staat könne das Problem nicht allein lösen, betonte der 51-Jährige.