2:1! Rapid schlug den LASK am Sonntag in der 15. Runde der Bundesliga und sicherte damit Rang zwei ab. Die Wiener haben einen Punkt Rückstand auf Leader Red Bull Salzburg. Der LASK ist als Vierter schon sieben Punkte hinter dem amtierenden Meister.
Die Hütteldorfer starteten druckvoll in die Partie, erarbeiteten sich in der ersten halben Stunde viele gute Möglichkeiten und nützten zwei davon, jeweils nach indirekten Freistößen, zu einer 2:1-Führung. Alles zum Match HIER.
Der LASK kam zwar speziell in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel, fand auch mehrere Chancen auf den Ausgleich vor, musste sich aber am Ende geschlagen geben und hätte durch Kontersituationen in der Schlussphase sogar noch deutlicher verlieren können.
Die fünfte Niederlage gegen Rapid in Folge, wie kann das sein? LASK-Trainer Dominik Thalhammer war im Interview bei "Sky Sport Austria" nach dem Abpfiff von der Spielweise des Gegners nicht gerade angetan: "Vor allem in den ersten 25 Minuten war viel 'Kick and Rush', das war aber nicht unser Ziel. Die Spiele gegen Rapid sind immer schwer. Wenn ein Gegner die Bälle immer nur hoch nach vorne schießt, dann ist es auch nicht immer leicht zu verteidigen."
Thalhammer weiter: "Wir haben schon versucht, mehr Spielkontrolle zu haben. Ich denke, die hatten wir dann auch in der zweiten Halbzeit. Wir haben die langen Bälle kontrolliert, die zweiten Bälle kontrolliert. Wir hatten auch ein, zwei gute Möglichkeiten. Wenn wir die genützt hätten, dann wär das Spiel zumindest Unentschieden ausgegangen. Da haben wir uns für unsere Überlegenheit nicht belohnt."
Der Trainer ließ noch eine Kampfansage folgen: "Es sind noch viele Spiele zu spielen. Wir werden auch noch einige Male gegen Rapid spielen. Ich denke, dass wir aus dem Spiel auch noch einiges mitnehmen können, wenn ich so an die zweite Halbzeit denke. In der ersten Halbzeit hatten wir nicht so die Kontrolle, in der zweiten Halbzeit schon."
Linz-Keeper Alexander Schlager stimmt seinem Coach zu: "Ich glaube, dass wir das Spiel über 90 Minuten komplett im Griff gehabt haben. Natürlich haben sie gute Spieler, sie können Umschaltmomente gut ausnützen, wenn du eine Situation nicht gut löst. Über 90 Minuten waren wir aber die bessere Mannschaft. Es ist bitter. Ich bin schon ein bisschen heiß."
Seine Analyse der beiden Gegentore: "Wir haben zwei extrem billige Tore aus Standardsituationen bekommen. Sie haben vorher schon zwei Großchancen gehabt, wo wir nicht gut verteidigt haben. Wir haben es leider verpasst, auf der zweiten Stange präsent zu sein. Wir haben das einfach nicht gut gelöst."
Rapid-Trainer Didi Kühbauer verteidigte die eigene Spielweise naturgemäß: "Wir haben heute einen schwierigen Gegner geschlagen. Es geht weiter, abgehakt, es war eine gute Leistung. Wir haben genau gewusst, was hier gefordert wird, die Jungs haben das von der ersten bis zur 94. Minute umgesetzt. Der LASK hat sehr wenige Möglichkeiten gehabt. Es war ein kampfintensives Spiel, der Ball war oft in der Luft und die Jungs haben sich auf dieses Spiel eingestellt, das hat mir gut gefallen. Es war ein faires Spiel, sehr zweikampfbetont, von der körperlichen Seite ein intensives Spiel. Es sind noch ein paar Spiele bis zum Play-off und dann zählen die Punkte, dranbleiben und so weitermachen."