Der ungebetenste Gast einer jeden Grillfeier: Jetzt im Sommer kann man fast nichts im Freien essen, ohne nicht Besuch von lästigen Wespen zu bekommen. Wir haben 8 Tipps, wie Sie mit den Biestern fertig werden.
"Heute sind die Wespen wieder besonders aggressiv." So ein Szenario erlebt man während der heißen Tage öfter. Das liegt daran, dass sie besonders im Spätsommer - wenn sie nicht mehr mit der Versorgung ihrer Jungtiere beschäftigt sind - einfach mehr Zeit haben, ihr Lieblingsessen zu sammeln. Da können sie dann außerordentlich hartnäckig wirken.
Und auch wenn man viel Verständnis für die im Grunde doch nützlichen Tiere aufbringt, auf dem Essen oder im Getränk will man sie dann doch nicht haben. Mit ein paar einfachen Tricks können Sie Wespen fernhalten:
1) Nicht wegblasen oder wild gestikulieren!
Das wichtigste zuerst: Keine Panik. Wildes Fuchteln regt die Tiere auf und einfaches Wegblasen macht sie aggressiv. Das Kohlendioxid im menschlichen Atem ist ein Alarmsignal und versetzt sie in Angriffshaltung.
2) Machen Sie sich nicht zur Zielscheibe.
Decken Sie Lebensmittel und Getränke ab und räumen Sie Essenreste schnell weg. So locken Sie die Wespen erst gar nicht an. Kinder sollten aus Strohhalmen trinken.
3) Fraglicher Schutz
Viele Mythen ranken sich um die Wespenabwehr: Das Gerücht mit der Kupfermünze, die man kurz zwischen den Fingern reiben und dann auf dem Tisch platzieren soll ist dabei ebenso fraglich wie so manche pflanzliche Duftstoffe. Die Wirkung von Nelkenöl, Tomatenpflanzen, Basilikum oder Weihrauchpflanzen ist äußerst fraglich.
4) Parfums und Blumenkleider.
Auch stark riechende Parfums und Cremes locken die Brummer an. Sogar geblümte Kleider können attraktiv wirken. Auf weiße Stoffe reagieren die Insekten gar nicht.
5) Wespen umerziehen
So klein sie auch sind: Wespen kann man trainieren. Gewöhnen Sie sich an, etwas besonders anziehendes - wie etwa Weintrauben - ein paar Meter neben den Esstisch zu stellen. Geschieht das regelmäßig und immer an der gleichen Stelle, merken sich die Wespen wo es das Leckerli gibt und kehren dorthin zurück. Achtung: Marmelade und Honig sind weniger geeignet, davon werden Wespen aggressiv!
6) Kafeepulver anzünden
Aber nun zur Abwehr. Sind sie erst mal da, kann es helfen Kaffeepulver anzuzünden. Geben sie etwas Pulver in eine feuereste Schale - etwa einen Aschenbecher - und zünden sie es an. Der Rauch vertreibt Wespen, riecht aber für uns Menschen nicht unangenehm.
7) Fliegengitter an Fenstern und Türen
Gegen Wespenbesuch in der Küche kann man sich mit Fliegengittern am Fenstern und viel benutzten Türen schützen. So kann kann Lüften ohne sich um ein verwirrtes Insekt Sorgen machen zu müssen.
8) Keine gemeinen Fallen
Wespenfallen aus dem Supermarkt oder aus PET-Flaschen selbst gebastelt helfen nur bedingt. Es sind ohnehin nur die alten und schwachen Tiere, die auf so eine List hereinfallen.
Wenn es nun doch passiert ist, bewahren Sie Ruhe. Im Normalfall klingt ein Wespenstich nach zwei Tagen wieder ab. Wer sofort mit Aloe Vera Gel, Zitronensaft oder eine halbe Zwiebel behandelt, kann die Beschwerden gering halten. Auch Kühlung lindert die Symptome. Bei Ohnmacht, Schwindel, Übelkeit oder wenn Sie im Mund gestochen werden: Sofort am zum Arzt.
Bis Ende Oktober sind die Wespen übrigens wieder weg. Die Arbeiterinnen und die alte Königin sterben, die jungen Wespenköniginnen verlassen das Nest und suchen sich einen Ruheplatz für den Winter. Das leere Nest kann man entfernen, im Frühjahr bauen die Wespen ein neues.