Lauda-Sohn über toten Vater: "Denke jeden Tag an ihn"

Mathias Lauda über Vater Niki: "Mein Vater war immer der Erste, den ich um Tipps zum Leben fragte: zu Frauen, zur Arbeit, später zu den Kindern." 
Mathias Lauda über Vater Niki: "Mein Vater war immer der Erste, den ich um Tipps zum Leben fragte: zu Frauen, zur Arbeit, später zu den Kindern." Instagram
Mathias Lauda ist beim Formel-1-Grand Prix in Spielberg ServusTV-Experte. Im "Heute"-Interview spricht er über das Debüt und seinen toten Vater Niki. 

„Heute“: Sie kommentieren ab Freitag die Formel 1 für ServusTV in Spielberg. Vor zwei Jahren wurde dort ihr Vater Niki Lauda emotional verabschiedet. Was fehlt Ihnen am meisten an ihm?

Mathias Lauda: "Ich denke jeden Tag an ihn. Er fehlt uns allen. Es ist einfach nicht das Gleiche wie früher. Es ist ein langsamer Prozess, sich daran zu gewöhnen – und schwierig. Mein Vater war immer der Erste, den ich um Tipps zum Leben fragte: zu Frauen, zur Arbeit, später zu den Kindern. Er war der starke Mann."

"Ich denke jeden Tag an ihn. Es ist einfach nicht das Gleiche wie früher" – Mathias Lauda über seinen toten Vater

In der Corona-Pandemie hörte man öfters von Menschen im Land den Spruch: ,Was würde der Lauda jetzt wohl sagen?‘ Was hätte er uns geraten?

"Am Anfang sicher, dass die Wirtschaft am Leben gehalten wird, nicht den Bach runter geht. Dann wurde es komplizierter. Die Gesundheit der Menschen rückte immer mehr in den Mittelpunkt. Ich weiß nicht, was er gesagt hätte. Sicher, nach vorne zu schauen und positiv bleiben."

"Verstappen bewahrte bisher kühlen Kopf und machte keine Fehler. Es werden noch Dramen folgen" - Mathias Lauda über den Titelkampf in der Formel 1 

Lewis Hamilton oder Max Verstappen: Wer wird heuer Weltmeister?

"Hamilton hat in Baku erstmals die Nerven weggeworfen. Verstappen fährt aggressiv, er bewahrte bisher kühlen Kopf und machte keine Fehler. Seine Kurve zeigt nach oben. Der Druck ist für Hamilton höher. Aber er ist der siebenfache Champ. Die Saison ist spannend. Die letzten Jahre hat Mercedes dominiert, war es oft langweilig. Da hat sich Hamilton mit Bottas gespielt. Heuer fighten zwei Teams um den Titel. Es wird sich zuspitzen und es werden noch Dramen folgen."

Wie sehen Sie die Kritik an Sebastian Vettel?

"Es ist heute nicht einfach, in ein neues Formel-1-Team zu kommen. Vor zehn oder 15 Jahren konntest du im Winter testen, hattest Tausende Runden vor dem ersten Grand Prix des Jahres. Heute ist das ganz anders. Es ist logisch, dass dann Kritik aufkommt, speziell wenn man Sebastian Vettel heißt. In Baku hat er mit Platz zwei aber ein starkes Rennen gezeigt." 

"Die Stimme von Heinz Prüller war legendär. Wir kannten damals ja nichts anderes" – Mathias Lauda über die Formel 1 als Kind

Was ist eigentlich Ihre erste Erinnerung an die Formel 1?

"Die Sonntage mit der Familie vor dem Fernseher. Wir haben in Salzburg gelebt. Ich habe mit sechs, sieben Jahren kein Rennen verpasst, das blieb so. Mein Vater hat damals beim ORF als Experte gearbeitet mit Heinz Prüller."

Waren Sie ein Prüller-Fan?

"Die Stimme war legendär. Wir kannten damals ja nichts anderes und konnten es auch mit niemandem vergleichen. Zum ersten Mal bei einem Rennen war ich, als mein Vater Berater bei Ferrari wurde. Das war in Imola. Diese Bilder von den Rennwagen und Fans sind heute noch in meinem Kopf."

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