Die Silverstone-Taktik der Scuderia steht schwer in der Kritik. Wieder einmal war Charles Leclerc der Leidtragende, der Monegasse wurde abermals von seinem eigenen Team um den Sieg gebracht.
F1-Experte Mathias Lauda hielt sich bei Servus TV nicht zurück: "Ferrari halt alles falsch gemacht, Charles hätte das Rennen mit links gewonnen. Ferrari war viel zu nett zu Carlos."
Was meint Lauda? Leclerc wäre in der Anfangsphase des Rennens klar schneller gewesen, wurde vom Führenden Sainz aufgehalten. Runde um Runde wurde Sainz dazu aufgefordert schneller zu fahren, was dem Spanier allerdings nicht gelang. So konnte Lewis Hamilton immer mehr aufholen, setzte Ferrari unter Druck.
"Unnötig", findet Lauda, denn: "Sie haben dann ja doch getauscht. Das hätten sie gleich machen müssen. So haben sie sich selbst in Schwierigkeiten gebracht."
Auch eine zweite Sache sorgte für Stunk in Maranello. Sainz holte sich unter Safety Car frische weiche Reifen, Leclerc musste auf den Hards draußen bleiben. Nach dem Re-Start war der Monegasse fast chancenlos und fiel auf Position vier zurück.
Nico Hülkenberg, ebenfalls Servus-TV-Experte legt sich fest: "Das war eine klare Fehlentscheidung. Charles wurde von seinem Team benachteiligt." Lauda stimmt zu: "Wie in Monaco, da haben sie ihn auch den Sieg gekostet."