Entweder ist heute die komplette Balkan-Community in der Wiener Stadthalle versammelt – oder der ESC hat plötzlich seine Liebe zum harten Rock wiederentdeckt. Denn was Lavina auf die Bühne bringen, schießt jeden Oropax aus den Ohren.
Schon nach wenigen Sekunden wird klar: Gleich wird es richtig laut. Verzerrte Gitarren, ein drückender Beat und ein Refrain, der von der ersten Reihe bis in die obersten Ränge mitgegrölt wird. Und dann kommen die Flammen. Und zwar meterhoch.
"Kraj Mene" ist kein klassischer Pop-Beitrag. Ganz im Gegenteil: Die Band erinnert eher an eine Mischung aus Lordi und Måneskin – zwei Acts, die bekanntlich genau wissen, wie man den Eurovision Song Contest gewinnt.
Und genau das merkt man auch in der Halle: Die Energie kippt sofort in Euphorie. Fans springen auf, die Kamera fängt verschwitzte Gesichter und jubelnde Hände ein, während Lavina die Bühne regelrecht zerlegen.
Ob das am Ende für den Sieg reicht? Das bleibt offen. Aber eines ist schon jetzt klar: Serbien hat sich mit "Kraj Mene" als einer der lautesten Acts dieses Jahrgangs positioniert. Auch Knoll erklärte dazu im ORF lachend: "Ja, wir haben für alle was."