Die Einsatzkräfte in Tirol hatten am Sonntag alle Hände voll zu tun. Aufgrund des starken Schneefalles war für mehrere Gebiete Lawinenwarnstufe 4 ausgegeben. Seitens des Landes hatte man an Wintersportler appelliert, im freien Gelände zurückhaltend zu agieren.
Dennoch kam es zu einigen Zwischenfällen. Bereits in den Vormittagsstunden kam es im Zillertal und im Bezirk Kitzbühel zu Einsätzen nach Lawinenabgängen – verschüttet wurde hier niemand. Einen Verletzten gab es dann bei einer Lawine in St. Anton.
Laut einem Bericht der "Krone" musste ein Wintersportler mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Es blieb jedoch nicht das einzige Lawinenopfer in St. Anton an diesem Tag.
Am Galzig wurde eine Frau von einer Lawine mitgerissen. Sie musste ärztlich versorgt werden. Am Rofan im Bereich des Grubersees ging ein Lawinenabgang dann glimpflicher aus. Ein Wintersportler wurde zwar von den Schneemassen erfasst, aber nicht verletzt.
Der schrecklichste Lawinenabgang an diesem Tag ereignete sich dann in den Nachmittagsstunden am Weerberg (Bezirk Schwaz). Dort wurde eine 58-jährige Skitourengeherin von einer Lawine mitgerissen.
Obwohl die Frau kein Lawinensuchgerät bei sich hatte, konnte sie von den Einsatzkräften geborgen werden. Die Einheimische befand sich jedoch in einem kritischen Zustand. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo sie schlussendlich verstarb.