Am Samstagnachmittag ereignete sich im Gemeindegebiet von Pusterwald (Bezirk Murtal) ein tödliches Lawinendrama. Nur wenige Stunden, nachdem in Salzburg fünf Skitourengeher von einer Lawine verschüttet und getötet worden waren, kostete ein Schneebrett in der Steiermark einem Trio das Leben, "Heute" berichtete.
Wie die Polizei am späten Sonntagabend in einer Aussendung vermeldete, konnten im Laufe des Tages die Leichname der Opfer geborgen werden.
Bereits um 07:00 Uhr befanden sich etwa sieben Alpinisten von der Polizei und 35 Bergretter im Einsatz um die drei verstorbenen Tschechen, welche am Samstag durch ein Lawinenunglück am Schönfeldspitz im Pusterwald verschüttet wurden, zu bergen.
Neben den zahlreichen Einsatzkräften, waren auch zwei Polizeihelikopter (Flugeinsatzstelle Graz und Wien) an der Bergeaktion beteiligt. Unter widrigsten Wetterumständen konnten die Leichen, der drei Personen, am Nachmittag vom Berg verbracht werden. Unter den Verstorbenen befanden sich zwei Männer im Alter von 46 und 50 Jahren sowie eine 35-jährige Frau.
Die vier überlebenden Personen, von der siebenköpfigen Skitourengruppe, wurden weiterhin durch ein psychologisch ausgebildetes Kriseninterventionsteam vor Ort betreut und von den erhebenden Polizisten zum Ablauf befragt.
Ebenso wurden polizeiliche Erhebungen vor Ort angestellt, um Rückschlüsse auf die schlussendliche Ursache des Lawinenabgangs ziehen zu können. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.