"Jenni wollte ein selbstbestimmtes Leben führen, musste dafür sterben" – die Staatsanwältin forderte deshalb die Höchststrafe für Mairon K. (33). Er bekam sie auch, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Mann gilt als sehr gefährlich, soll in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen werden. Star-Verteidigerin Astrid Wagner meldete Donnerstag (27.8.) Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an, das Urteil ist deshalb noch nicht rechtskräftig.
Seit seiner Festnahme im Dezember 2025 sitzt Mairon K. in der Wiener Justizanstalt Josefstadt in U-Haft. Der Mordverdächtige soll unter einer schweren Persönlichkeitsstörung leiden, wurde dort auch psychologisch betreut. Sobald das Urteil rechtskräftig ist, wird der Insasse verlegt.
Laut "Heute"-Infos würde der 33-Jährige die Justizanstalt Stein (NÖ) bevorzugen, weil er dort die Behandlung mit seinem bisherigen Therapeuten fortsetzen könnte. Die Haftanstalt liegt außerdem in der Nähe seines Heimatorts im Waldviertel.
Am berüchtigten "Felsen" bei Krems sitzen berüchtigte Schwerverbrecher wie Fritzl oder der "Seekiller" ein, die Maßnahmenabteilung hat aber nur Platz für rund 70 Insassen. Wahrscheinlicher ist deshalb, dass Mairon K. in das forensisch-therapeutische Zentrum der Justizanstalt Garsten (OÖ) bei Steyr kommt. Dort sitzen ebenfalls einige der gefährlichsten Straftäter Österreichs ein, wie etwa Frauenmörder Philipp K. und ein 19-Jähriger, der als zweifacher Obdachlosen-Killer traurige Bekanntheit erlangte.
"Ich hoffe, dass mir geholfen werden kann", erklärte Mairon K. (33) in dem Mordprozess am Wiener Landl. "Ich habe Gott gespielt, jemandem das Leben genommen, weil ich seit meiner Kindheit mit psychischen Problemen kämpfe." Weil Jenni S. (damals 21) mit ihm Schluss machen wollte, brannten bei dem 1,90 Meter großen Gärtner im Jänner 2018 die Sicherungen durch. Er soll Jenni zu Tode gewürgt, die Tat danach acht Jahre lang geheim gehalten haben.
Die Mutter des Opfers gab niemals auf, stellte Mairon K. eine Falle. Auch für die Ermittler war er immer der Hauptverdächtige. Schlussendlich gab Mairon K. im Dezember 2025 alles zu. Bis das Urteil rechtskräftig ist, gilt die Unschuldsvermutung.