Leere Taschen für Täter: So lief Bankomat-Coup ab

Erneute Attacke auf einen Bankomaten - auch diesmal machten die Kriminellen keine Beute. Es war der achte Angriff in den letzten 57 Tagen. Wirklich ausgezahlt hat sich der Coup nur ein Mal.
Bei der spektakulären Attacke auf den Bankomaten beim Metro in Wr. Neustadt Dienstagfrüh ("Heute" berichtete) konnten die unbekannten Täter keine Beute machen. Die Kriminellen hatten mit einem Fahrzeug die Eingangstüre des Foyers gerammt, wollten im Foyer den Bankomat knacken, rissen das Gerät aus der Verankerung. Dabei scheiterten die Täter - letzter Ausweg: Sie versuchten es mit einer brennbaren Flüssigkeit, doch die Verbrecher mussten ohne Beute abziehen.

Die Kriminellen flüchteten mit einem Audi, stellten das Fahrzeug in Seebenstein (Neunkirchen) ab und zündeten den Wagen an. Die Feuerwehr löschte, der Wagen war am 3. Mai in Wr. Neustadt gestohlen worden, der Audi Q7 gehört einem Szenewirt aus Wr. Neustadt. Der Audi dürfte auch als Rammbock verwendet worden sein, war danach aber noch fahrtauglich.

Die Bankomat-(Un)-Serie



CommentCreated with Sketch.1 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Seit 17. November 2018 wurden in NÖ zehn Geldautomaten geknackt bzw. versucht zu knacken. Die Serie begann in Mannswörth (Schwechat, "Heute" berichtete), dann wurde derselbe Bankomat in Mannwörth im Dezember gesprengt - das Gerät wurde schließlich aus dem Verkehr gezogen ("Heute" berichtete). Anschließend war knapp drei Monate Ruhe, dann ging es richtig rund: Am 11. März wurde ein Geldautomat in Blumau (Baden) gesprengt - die Täter machten keine Beute ("Heute" berichtete). Nur zwei Tage später versuchten zwei Maskierte den Bankomat in Neudorf bei Staatz (Mistelbach) aufzubrechen - das Duo scheiterte. Am 19. März wurde der Bankomat beim Metro in Wr. Neustadt geknackt, die Unbekannten zündeten dabei das Foyer an und flüchteten ("Heute" berichtete).

Am 28. März wollten Kriminelle einen Bankomat in Bruck aufschneiden, scheiterten. Am 11. April wurde ein Bankomat in St. Pölten aufgebrochen, die Täter lösten den Alarm aus, der Supermarktchef eilte zum Geschäft, die Verbrecher flüchteten ohne Beute ("Heute" berichtete).

Beim bisher spektakulärsten und erfolgreichsten Coup, auch am 11. April, sprengten zwei Männer den Geldautomaten in Guntramsdorf (Mödling). Dabei wurden die Täter von der Polizei verfolgt, die Kriminellen warfen Krähenfüße, zündeten dann den Fluchtwagen an ("Heute" berichtete). Am Staatsfeiertag wollten unbekannte Verbrecher den Bankomat in Böheimkirchen (St. Pölten) knacken, dabei ging das Gerät in Flammen auf. Die Verdächtigen zogen ohne Beute ab. Der letzte Coup war heute in Wr. Neustadt.

Auch im Burgenland (Anm.: in Pama, Bezirk Neusiedl am See) gab es Bankomatattacken. Die Polizei hat eine Spur, möchte aus ermittlungstaktischen Gründen aber nichts sagen.

(Lie)

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