Die österreichische Bevölkerung zeigt sich besorgt. Der Krieg in der Ukraine verstärkt laufend die Befürchtungen. Die leeren Regale und extremen Teuerungen in den letzten Monaten schreien nach einem Politik-Gipfel, der die Frage klärt: Sind wir versorgt? Müssen wir mit Lebensmittelknappheit und weiteren Teuerungen rechnen? Es braucht dringend Antworten.
"Heute" berichtete über Lieferengpässe aufgrund des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Inflation im eigenen Land. Lesereporter und "Heute-Leser" schickten Bilder von Supermärkten, die bereits Produkte nicht mehr vorrätig hatten. Die Wiener bekamen schon im März Panik und kauften verschiedene Supermärkte leer. Die steigenden Energiekosten und Sprit-Preise machen das Leben für viele kaum noch leistbar. Tag für Tag wird die Bevölkerung unruhiger und will Antworten rund um die Zukunft Österreichs und dessen Versorgungslage.
Kanzler Nehammer und Ministerin Köstinger laden deshalb am Dienstag zu einem Polit-Gipfel zur Lebensmittelversorgungssicherheit. Es werden neben Vizekanzler und Finanzminister auch Vertreter von Handel, Konsumentenschutz, Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer anwesend sein.
WIFO-Expertin Birgit Meyer ließ in einem "Krone"-Gespräch aufhorchen: "Mit der Covid-19-Krise und dem Ukraine-Krieg prallen zwei Krisen aufeinander, die Lieferketten stark beeinflussen. Dies führt dazu, dass auch die Preise weiter steigen werden, Unternehmen werden die Teuerung, mit der sie durch die Knappheit und die gestiegenen Energiekosten konfrontiert sind, an die Kunden weitergeben müssen, um ihr Geschäft aufrechtzuerhalten."
Am Tag der "Lebensmittelverschwendung" (Montag) drängt sich allerdings gleichzeitig auch die Frage auf, wie gut gehen wir eigentlich mit unseren Ressourcen um. Laut "Krone", werfen die Österreicher jährlich 157.000 Tonne Lebensmittel auf den Müll. Zu einem großen Teil liegt dies an einem unorganisierten Kaufverhalten. Impulskäufe und Lockangebote sind allerdings nicht der Grund dafür, dass sich viele den Alltag nicht mehr leisten können. Das zeigt auch der Ansturm auf die 40 Sozialmärkte in den letzten Wochen.