Leere Regale – Wiener rüsten sich für Blackout-Gefahr

Regierung, Polizei, Bundesheer und Energieversorger führen noch in dieser Woche eine Blackout-Übung durch. Die Wiener sind gerüstet. 

Auf Initiative des Landes Tirol findet diesen Freitag, 12. November die Blackout-Übung "ENERGIE.21" statt. Ausgangslage der Übung ist eine länger andauernde Kälteperiode, bei der es zu einer anhaltenden Strommangellage kommt – das berichtete das Innenministerium am Montag.

Ministerium reagiert auf Gerüchte

Dabei stellt das Innenministerium klar:

 Entgegen kursierender Falschmeldungen finden während der Blackout-Übung "ENERGIE.21" am 12. November keine unangekündigten Stromabschaltungen statt. Besitzer von Objekten, die in die Übung eingebunden sind, sind im Vorhinein informiert worden.

Ein Teil der Bevölkerung nimmt die Blackout-Gerüchte aber anscheinend mehr als ernst – so etwa auch in der Bundeshauptstadt Wien. In der Millionenstadt bereiten sich jedenfalls schon viele Personen auf einen möglichen Ernstfall vor und bunkern bestimmte Vorräte bzw. Lebensmittel.

"Noch immer keine Lieferung"

Leserreporter Leszek M. wollte am Montag in einer Hofer-Filiale im 21. Bezirk ein paar Sachen einkaufen und stand teilweise vor leeren Regalen. Von Produkten wie Taschentücher, Erdnüsse, Mehl oder auch Dosentomaten waren nur noch Restbestände da oder sie waren komplett ausverkauft.

"Ich wollte zu Hause bestimmte Lebensmittel aufstocken, doch es gab vieles nicht mehr", erzählt der Wiener im Talk mit "Heute". Außerdem: "Am Wochenende gab es auch wenig Fleisch, das wollte ich heute kaufen, aber es kam immer noch keine Lieferung", erklärt Leszek M.

Zahlreiche besorgte Leser haben sich bereits an "Heute" gewandt und wollten wissen, was es mit der Blackout-Übung am Freitag auf sich hat. Viele Personen haben offenbar Angst davor, dass ihnen der Strom abgedreht wird und Heizung und (Tief-)Kühlgeräte ausfallen könnten.

An der Übung sind neben allen Bundesländern das Bundesministerium für Inneres, das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und das Bundesministerium für Landesverteidigung sowie die Austrian Power Grid und die E-Control beteiligt.

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