Italien trauert

Lega-Gründer Umberto Bossi ist tot

Der Gründer der Lega Nord ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Umberto Bossi prägte die italienische Politik über Jahrzehnte.
Newsdesk Heute
20.03.2026, 07:48
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Der italienische Rechtspopulist Umberto Bossi ist tot. Der 84-Jährige verstarb im norditalienischen Varese auf der Intensivstation eines Krankenhauses.

Bossi war vor allem in den 90er- und 2000er-Jahren einer der prägendsten Politiker Italiens. Mit seiner provokanten Rhetorik machte er die kleine Regionalpartei Lega Nord zu einer der führenden politischen Kräfte in Norditalien.

Unter Bossis Führung war die Lega ab 1994 mehrfach an den Mitte-Rechts-Regierungen von Ministerpräsident Silvio Berlusconi beteiligt. Seine Schimpftiraden galten insbesondere den Politikern in Rom und irregulär ins Land gekommenen Migranten.

Salvini verwandelte Partei

Bossi war bereits seit gut zwei Jahrzehnten gesundheitlich schwer angeschlagen, nachdem er 2004 einen Hirnschlag erlitten hatte. Sein Nachfolger Matteo Salvini tilgte das "Nord" aus dem Parteinamen und machte aus der Lega eine gesamtitalienisch ausgerichtete, rechtsnationale Partei.

Regierungschefin Giorgia Meloni würdigte Bossi auf X: Er habe "grundlegenden Anteil" an der Entstehung der ersten Mitte-Rechts-Koalition im neuen Parteiensystem Italiens gehabt.

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