Brand von Crans-Montana

"Sie ist geflohen" – erneute Vorwürfe gegen Bar-Chefin

Noch immer beschäftigt die Feuerkatastrophe von Crans-Montana die Ermittler. Opfer enthüllen nun neue Details zur Brandnacht.
Newsdesk Heute
21.02.2026, 08:02
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

In der Silvesternacht ereignete sich im Schweizer Nobelskiort Crans-Montana ein schreckliches Unglück. In der Bar "Le Constellation" brach ein verheerender Brand aus. Bei dem Feuerinferno kamen 41 Menschen ums Leben – viele von ihnen waren noch sehr jung. Über 100 weitere Personen wurden verletzt.

Nachdem in der Schweiz die Vernehmungen bereits auf Hochtouren laufen, haben nun auch römische Staatsanwälte mit den Befragungen der verletzten Italiener begonnen. Dabei wurden erneut schwere Vorwürfe erhoben.

Bar war überfüllt

Demnach seien alle Notausgänge in der Bar geschlossen gewesen. Nach dem Ausbruch der Flammen habe auch niemand Anweisungen gegeben. Zudem seien vorhandene Feuerlöscher nicht genutzt worden. Nach nur wenigen Minuten habe sich der Brand im Lokal ausgebreitet. Feuerfestes Material habe es nicht gegeben. Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, soll in den Protokollen auch stehen, dass Barbetreiberin Jessica Moretti "geflohen" sei.

Des Weiteren sagten die Zeugen aus, dass der Club maximal gefüllt gewesen sei. Dennoch habe man sich den Zutritt mit diversen Getränken erkaufen können. So soll eine Flasche Champagner bis zu 270 Euro gekostet haben. Alterskontrollen habe es bezüglich des Alkoholkonsums keine gegeben.

Vereinbarung über Zusammenarbeit

In der Causa haben die Staatsanwaltschaften aus Rom und Sion eine "verstärkte Zusammenarbeit" vereinbart. Gebunden sei diese an die Souveränität der Strafverfahren und die Vorgaben des Schweizer Strafprozessrechts. Die von der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni geforderte gemeinsame Ermittlungsgruppe werde es vorerst jedoch nicht geben.

Dennoch soll es italienischen Ermittlern künftig ermöglicht werden, regelmäßig nach Sion zu reisen, um bestimmte Akten einzusehen und diese auch zu übernehmen. Als Gegenleistung stellen die italienischen Behörden den Schweizern Autoasienergebnisse der verstorbenen Italiener und Protokolle von Befragungen zur Verfügung. Insgesamt sechs italienische Staatsbürger kamen in den Flammen ums Leben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.02.2026, 08:02
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen