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Feuerinferno – Betreiber von Todes-Bar untergetaucht

Nach dem Brand in einer Bar in Crans-Montana fehlt von den Besitzern jede Spur. Das Ehepaar hält sich bedeckt. Die Frau wurde selbst verletzt.
Newsdesk Heute
02.01.2026, 15:30
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Es war eine Tragödie, die sich im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana zum Jahreswechsel abspielte. In der vor allem bei jungen Gästen beliebten Bar "Le Constellation" kam es zu einem verheerenden Brand, bei dem über 40 Menschen ihr Leben verloren. Mindestens 115 weitere Personen wurden schwer verletzt, die meisten davon kämpfen um ihr Leben.

Wie bereits berichtet, gehört die Bar seit dem Jahr 2015 einem französischen Ehepaar. Die Frau soll bei dem Feuer selbst anwesend gewesen sein. Laut einem Bericht von "Le Figaro" habe sie leichte Verbrennungen an der Hand erlitten. Ihr Mann war zu dem Zeitpunkt in einem anderen Lokal, welches das Ehepaar besitzt.

Social-Media-Beiträge gelöscht

Ein Freund der Besitzer sagte gegenüber der Zeitung, dass die beiden unter Schock stehen. Sonst hat man seit der Katastrophe nichts mehr von dem Ehepaar gehört. Einem Bericht der "Bild" zufolge haben sie sämtliche Aktivitäten auf den Social-Media-Seiten der Bar von Instagram und Facebook gelöscht. Bei Google steht, dass das "Le Constellation" "temporär geschlossen" sei.

Wie der Schweizer "Blick" berichtet, blieb auch das "Le Senso" – ein weiteres Restaurant des Paares – geschlossen. Ebenso zu blieb am Freitag das dritte Lokal der Eheleute – das "Le Vieux Chalet", hieß es bei "20 Minuten".

Schwere Vorwürfe gegen Betreiber

Unterdessen sehen sich die Betreiber auch mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Die Sicherheitsvorschriften im "Le Constellation" sollen lasch gewesen sein. So sagte ein Augenzeuge gegenüber "Blick", dass er überrascht sei, dass so lange nichts in der Bar passierte.

Ihm zufolge konnte man in dem Lokal tun, was man wollte. Es soll auch immer wieder vorgekommen sein, dass Gäste im Inneren geraucht hatten. Die Betreiber hätten immer wieder ein Auge zugedrückt und der Brandschutz sei schon länger "mies" gewesen.

Videos zeigen das Ausmaß der Katastrophe

Die Brandursache ist von offizieller Seite her noch nicht geklärt. Die Ermittlungen dauern an, Handys werden ausgewertet und Zeugen werden befragt. Einige Gäste meinten, dass Wunderkerzen das Feuer entfacht haben könnten. So sagten zwei Französinnen gegenüber dem Sender BFMTV, dass diese an den Champagnerflaschen befestigt waren. "Sekunden später hat die gesamte Decke gebrannt", sagte eine von ihnen.

Auch Bilder und ein Video, welche in den sozialen Medien kursieren, heizen diesen Verdacht an. Darauf ist zu sehen, wie die Gäste die Flaschen mit den Wunderkerzen hochhalten. Im Video steht dann bereits die Decke in Flammen. Viele Gäste filmen, einige scheinen noch zu springen und zu tanzen. Ein junger Mann dürfte dann aber den Ernst der Lage begriffen haben und versuchte, die Flammen mit einem Pullover auszuschlagen – leider vergeblich.

In einem weiteren Video herrscht dann schon das Chaos in der gut gefüllten Bar. Alles steht in Flammen, Menschen versuchen verzweifelt, über eine Treppe nach oben zu flüchten. Manche wollen auch durch die geschlossenen Fenster entkommen und schlagen dagegen. Beim Ausgang staute es sich – zahlreiche Personen versuchen übereinander aus dem Lokal zu klettern.

Seitens der Generalstaatsanwaltschaft wollte man sich zu den mutmaßlichen Sicherheitsmängeln noch nicht äußern. Man verwies auf die laufenden Ermittlungen. Erst nach Abschluss dieser könne man sagen, ob die nötigen Standards eingehalten wurden, berichtet die "Bild".

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.01.2026, 16:42, 02.01.2026, 15:30
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