Es war eine ausgelassene Silvesternacht in der vor allem bei jungen Gästen beliebten Bar "Le Constellation" im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana. Laut Zeugen sei der Champagner "in Strömen geflossen", als es zur Tragödie kam.
Gegen 1:30 Uhr geriet die Decke des Lokals in Brand. Gegenüber dem Sender BFMTV sagten zwei Französinnen, dass Geburtstagskerzen auf Champagnerflaschen das Feuer ausgelöst hätten – offiziell bestätigt wurde dies jedoch noch nicht. "Sekunden später hat die gesamte Decke gebrannt", sagte eine von ihnen. Ein Video, welches in sozialen Medien die Runde macht, zeigt den Anfang der Katastrophe.
Darin ist zu sehen, dass die Decke bereits Feuer gefangen hat. Viele Gäste filmen, einige scheinen noch zu springen und zu tanzen. Ein junger Mann dürfte dann aber den Ernst der Lage begriffen haben und versuchte, die Flammen mit einem Pullover auszuschlagen – leider vergeblich.
Das Feuer breitete sich rasant aus. Am Ende waren über 40 Personen tot, mindestens 115 Menschen sollen verletzt worden sein. Zahlreiche von ihnen kämpfen um ihr Leben. Einige Personen gelten noch als vermisst, viele Opfer wurden noch nicht identifiziert.
Gegenüber "Heute" sagte das österreichische Außenministerium, dass man bisher keine Informationen dazu habe, dass auch Österreicher von der Katastrophe betroffen wären.
Seitens des österreichischen Innenministeriums hat man dem Nachbarland Hilfe bei der Versorgung von vorerst fünf Schwerverletzten angeboten. Zudem will man die Schweiz auch durch kriminalpolizeiliche Assistenz unterstützen.