Die Trauer sitzt nach dem verheerenden Brand im Ski-Ort Crans-Montana noch immer tief. In der Silvesternacht kam es in der vor allem bei jüngeren Gästen beliebten Bar "Le Constellation" zu einem Feuer. Dabei sollen über 40 Menschen gestorben sein, mindestens 115 weitere seien verletzt worden. Laut dem italienischen Botschafter in der Schweiz liege die Zahl der Toten gar schon bei 47. Zahlreiche Personen werden vermisst.
Besonders tragisch: Laut der "Corriere della Sera" sollen viele der Opfer sehr jung gewesen sein. Denn der Abend sei für "alle unter 17 Jahren reserviert" gewesen, schreibt die italienische Zeitung. Auch die Nachrichtenagentur AFP berichtet davon, dass viele junge Menschen unter den Opfern seien. Dort war die Rede von 15- bis 20-Jährigen.
Mittlerweile sind auch schon erste Informationen zu den Opfern ans Licht gekommen. So sollen sich laut dem Außenministerium in Rom sechs Italiener unter den Vermissten befinden, 13 seien verletzt worden. Die Vermissten seien alle noch unter 18 Jahre alt. Die Eltern suchen verzweifelt nach den Jugendlichen.
Auch seitens des französischen Außenministeriums hat man bereits von den ersten Vermisstenmeldungen berichtet. Demnach werden mindestens acht Franzosen vermisst, neun sind verletzt worden.
Gegenüber "Heute" sagte das österreichische Außenministerium, dass man bisher keine Informationen dazu habe, dass auch Österreicher von der Katastrophe betroffen wären. Dies könne sich im Laufe des Tages jedoch ändern.
Der Brand brach in der Bar gegen 1.30 Uhr aus. Augenzeugen berichteten von dichtem Rauch, Menschen mit Brandwunden, die in Panik aus der Bar rannten und Personen, die versuchten, Fenster einzuschlagen, um so den Flammen zu entkommen. Die Brandursache war vorerst unklar.
Laut der Polizei habe sich eine "Explosion unbekannter Ursache" ereignet. Zwei Französinnen nannten im Sender BFMTV Geburtstagskerzen auf Champagnerflaschen als Brandauslöser. "Sekunden später hat die gesamte Decke gebrannt", sagte eine von ihnen.
Videos und Bilder von diesen Wunderkerzen auf den Flaschen verbreiten sich auch in den sozialen Medien. Laut einem Zeugen, der am Abend vor der Tragödie die Bar besuchte, sei es im "Le Constellation" üblich gewesen, dass man Champagnerflaschen mit sprühenden Wunderkerzen versehen hätte. Die Ermittlungen dauern unterdessen an.