Rezensionen geben Einblick

Kopftuchverbot in Trend-Lokal – Nicht der erste Vorfall

Die Rezensionen des "Cool Mama" zeigen: Der jüngste Vorfall rund um das Kopftuchverbot war nicht der erste Zwischenfall dieser Art.
Jana Stanek
18.02.2026, 09:55
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Aufregung um ein Salzburger Szenelokal: Nachdem eine Frau ihren Geburtstag im "Cool Mama" feiern wollte, kam es zum Eklat. Der Ehemann reservierte telefonisch – als er erwähnte, dass das Geburtstagskind ein Kopftuch trage, sagte das Lokal die Anfrage ab. Die Google-Rezensionen der Location zeigen nun: Das war nicht der erste Vorfall.

Schon viele Vorkommnisse

Ein Gast schreibt in einer Bewertung schockiert: "Wir wurden nicht in das Restaurant gelassen, weil in unserem Freundeskreis von sechs Personen zwei Frauen dabei waren, die ein Kopftuch getragen haben." Auf der Homepage sei er dann auf die Anmerkung gestoßen, dass ein strenges Verhüllungsverbot herrsche, doch: "So etwas habe ich in Salzburg noch nie erlebt", ist der Mann entrüstet.

Eine Frau gab bereits vor zwei Jahren eine ähnliche Bewertung ab: "Unglaublich rassistisch und ausländerfeindlich", echauffiert sie sich. "Wir kamen an und wurden von oben bis unten gemustert. Dann hieß es: Ihr dürft nicht rein", erzählt sie weiter. Obwohl das Lokal halb leer gewesen sei, habe man für die Familie keinen Platz gefunden. "Nie wieder", beendet die Frau ihre Ein-Sterne-Bewertung.

"Nicht rassistisch motiviert"

"Wir möchten vorweg betonen, dass unser Haus für ein respektvolles Miteinander und Offenheit gegenüber allen Gästen steht und dies auch weiterhin tun wird. Es liegt uns fern, zu polarisieren, Debatten unnötig zuzuspitzen oder gesellschaftliche beziehungsweise politische Themen künstlich in einen Raum zu tragen, in den sie nicht gehören", heißt es vom "Cool Mama" auf "Heute-Nachfrage". "Der Dresscode ist weder religiös begründet noch rassistisch motiviert", heißt es weiter.

Die Vorschriften bezüglich Bekleidung gelten, so das Lokal, für alle Gäste, "unabhängig von Herkunft, religiöser Zugehörigkeit oder Ethnie. Die Forderung nach einer Ausnahme durch einzelne Personen oder Gruppen würde eine Ungleichbehandlung gegenüber allen anderen Gästen darstellen, für die es keine sachliche Grundlage gibt. Würden derartige Ausnahmen zugelassen, wäre die konsequente Umsetzung des Konzepts nicht mehr gewährleistet."

Gäste sind abgeschreckt

Potenzielle Gäste werden allerdings durch die strengen Vorschriften auf der Website abgeschreckt, das ist in den Google-Kommentaren zu lesen. "Ich habe die Kleidungsvorschriften gelesen und verstehe, dass man sich nicht zu lässig anziehen soll, aber was soll bitte die Vorschrift mit der Kopfbedeckung?", fragt ein User. Er trage selbst zwar keine Verschleierung, finde es aber übertrieben, dass so etwas vorgeschrieben werde. "Das wirkt auf mich engstirnig", schreibt er.

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