In Elsbethen (Flachgau, Salzburg) eskaliert der Streit um die Glasenbachklamm. Das beliebte Naherholungsgebiet vor den Toren Salzburgs ist seit Jahren nur eingeschränkt nutzbar, Stege und Wege gelten als sanierungsbedürftig. Obwohl die Gemeinde rund 800.000 Euro investieren und auch die Haftung übernehmen will, kommt sie nicht weiter. Mehrere Grundeigentümer verweigern die nötige Zustimmung – jetzt entscheidet das Gericht.
Konkret geht es um die Eintragung eines öffentlichen Gehrechts im Grundbuch. Nur damit dürfte die Gemeinde die Sanierung offiziell durchführen. Zehn von insgesamt 17 Eigentümern haben laut Gemeinde bereits notariell zugestimmt, bei vier weiteren wird auf eine Einigung gehofft. Weil jedoch mehrere Eigentümer ablehnen, wurde Klage eingebracht. Die gerichtliche Anhörung ist für 18. März angesetzt.
Im Verfahren wird geklärt, ob die betroffenen Eigentümer der Eintragung zustimmen müssen. Ohne diese Eintragung darf die Gemeinde weder sanieren noch die Verantwortung rechtlich absichern. Bis zur endgültigen Entscheidung tragen die jeweiligen Eigentümer selbst Haftung für ihre Grundstücke.
Bürgermeister Matthias Herbst (ÖVP) erklärte im Jänner: "Wir müssen klagen, da sonst die Gefahr besteht, dass wir das Gehrecht in der Klamm aufgrund einer Verjährung verlieren. Wir haben alles getan, um die Grundeigentümer vor Haftung und Kosten zu schützen. Es ist sehr schade, dass wir diesen Weg gehen müssen." Ein Vertragsentwurf der Gemeinde regelt Rechte und Pflichten bei der Betreuung. Der ORF berichtete über die anstehende Anhörung und den seit über zwei Jahren schwelenden Konflikt um den Zugang zur Klamm.