Nachdem am Sonntagabend bekannt wurde, in welcher Misere die Wien Energie steckt, soll ein milliardenschwerer Rettungsschirm vom Bund Abhilfe schaffen. Die finanzielle Schieflage ist alarmierend, denn bis 12 Uhr brauchte der Energielieferant rund 2 Milliarden Euro – "Heute" berichtete
Falls die Wien Energie die finanziellen Absicherungen nicht aufbringen könnte, würde eine Katastrophe drohen. Die Versorgungssicherheit von 2 Millionen Kunden wäre in diesem Fall sogar gefährdet. Dementsprechend sind auch die Wiener nun verunsichert und läuten beim Energieversorger sturm. Das Telefon glüht und die Mitarbeiter werden mit Anfragen überhäuft werden.
Eine Wienerin berichtet im "Heute"-Talk, sie habe versucht bei der Kundenhotline durchzukommen. Diese sei allerdings komplett überlastet. "Ich habe über eine halbe Stunde gewartet, um über die neuen Tarife beauskunftet zu werden", so die Leserreporterin. Sie ist nicht die einzige, die bei der Hotline so lange warten musste. Die Leitungen laufen bei dem Energieanbieter gerade heiß.
Wien Energie Sprecher Alexander Hoor bestätigte gegenüber "Heute", dass die Anfragen derzeit extrem hoch sind. Diese seien jedoch bereits im Herbst 2021 massiv angestiegen. "Die Telefone klingeln bei den Kollegen derzeit im Schnitt dreimal so oft wie im Vorjahr, auch doppelt so viele Mails wie üblich kommen an – mit Anfragespitzen von über 10.000 an einem Tag", erklärt Hoor.
Die Teams wurden mittlerweile verstärkt und die Telefonleitungen aufgerüstet. Dennoch kann es laut Hoor zu Wartezeiten kommen: "Dafür bitten wir in dieser außergewöhnlichen Situation um Verständnis." Sein Tipp: Viele Fragen könne man direkt über das Online-Kundenportal klären – dort findet mit wenigen Klicks man Informationen zu seinen Verträgen, möglichen Tarifen und kulanten Ratenvereinbarungen.