Heute-Leserreporter Hermann Hirnschnall wird den 11. Dezember 2011 nicht so schnell vergessen. Der 50-Jährige wurde Zeuge des folgenschweren Zug-Crashs im Nordburgenland. Gegenüber Heute.at schildert er die Horror-Szenen aus dem verunglückten Triebwagen.
Heute-Leserreporter Hermann Hirnschnall wird den 11. Dezember 2011 nicht so schnell vergessen. Der 50-Jährige wurde Zeuge des folgenschweren Zug-Crashs im Nordburgenland. Gegenüber Heute.at schildert er die Horror-Szenen aus dem verunglückten Triebwagen.
Hermann Hirnschnall war gerade auf der Rückreise vom Weihnachtsshopping in Bratislava, als es plötzlich einen "heftigen Ruckler" machte und die Fensterscheiben zerbarsten. "Zuerst dachte ich, der Zug würde entgleisen. Ich sah die Todesangst im Gesicht meines Gegenübers und bin wie ferngesteuert aufgesprungen", beschreibt der 50-Jährige den Moment des Zusammenpralls.
Wie lange es gedauert hat, bis der Zug zum Stillstand kam, kann der Leserreporter nicht sagen, es habe sich angefühlt "wie eine kleine Ewigkeit".
Zug hat sich verzogen
Danach bot sich Hirnschnall ein Bild der Verwüstung: "Überall lagen Splitter, die WC-Wand hat sich komplett durchgebogen, es hat brandig gerochen". Erst jetzt realisierte der 50-Jährige, dass er bei dem Zusammenstoß auch verletzt wurde. "Ich habe leichte Schnittwunden an der Lippe, den Händen und mir das Schienbein stärker angeschlagen. Aber schlimmer als die physischen Schäden war definitiv der psychische Schock", berichtet Hirnschnall von einer schlaflosen Nacht.
Ostbahn bis 18 Uhr gesperrt
Beim Zusammenstoß zweier Züge in Bruckneudorf (Bezirk Neusiedl am See) sind am Sonntagnachmittag vier Personen verletzt worden. "Die beiden Regionalzüge waren auf dem selben Gleis mit relativ geringer Geschwindigkeit unterwegs. Eine Lok sprang aus den Schienen und kollidierte mit einem Zug, der Richtung Wien unterwegs war", verlautbarte ein Polizist gegenüber der APA.
Der Bahnverkehr von Bruck an der Leitha in Richtung Osten musste für die Aufräumarbeiten gesperrt werden und soll erst am Montag um 18 Uhr wieder geöffnet werden. Tausende Pendler mussten am Montag Verzögerungen in Kauf nehmen und auf Busse oder andere Zugrouten ausweichen.