Die italienische Nationalmannschaft könnte mit Hilfe der Fifa doch noch einen Startplatz bei der WM in Amerika ergattern. Klingt unwahrscheinlich, aber die Möglichkeit besteht tatsächlich. Der Austragungsort Amerika und Italiens Platzierung in der Weltrangliste könnten dabei zum entscheidenden Vorteil für die Squadra Azzurra werden. Es ist zwar alles andere als fix, aber in der Theorie wäre es möglich.
Wegen des aktuellen Krieges zwischen dem Iran und den USA ist es nicht ausgeschlossen, dass der Iran auf eine Teilnahme an der WM verzichten muss oder gar nicht einreisen darf. Das hängt davon ab, wie sich die Lage weiterentwickelt. Sollte der Iran tatsächlich fernbleiben, müsste die Fifa ein anderes Land nominieren.
Fifa-Präsident Gianni Infantino betonte zwar zuletzt: "Plan A ist, dass der Iran zur WM fährt. Einen Plan B gibt es nicht." Trotzdem ist das letzte Wort in dieser politischen Angelegenheit wohl noch nicht gesprochen. US-Präsident Donald Trump meinte Mitte März: "Sie sind durchaus willkommen, aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist und empfehle es nicht – wegen ihrer Sicherheit und ihres eigenen Lebens."
Laut Fifa-Reglement (Artikel 6,7) könnte der Weltverband in so einem Fall "einen anderen Verband nach freier Wahl" als Ersatzteam bestimmen. Das eröffnet neue Möglichkeiten.
Normalerweise würde man meinen, dass ein anderes asiatisches Land den Platz des Iran übernimmt. Die Fifa könnte aber auch entscheiden, die bestplatzierte Mannschaft der Weltrangliste nachzunominieren. Das wäre aktuell Italien, das auf Rang 12 liegt.
Ein ähnlicher Fall ist schon einmal passiert: 1992 bei der Europameisterschaft sprang Dänemark für das ausgeschlossene Jugoslawien ein – und wurde am Ende sogar Europameister.
Sollte Italien tatsächlich nachrücken, würden sie nicht – wie ursprünglich im Playoff-Fall – auf die Schweiz treffen, sondern in die Gruppe des Iran rutschen. Dort warten Belgien, Neuseeland und Ägypten.