Der Kuverthersteller ÖKI reduziert an seinem Standort im burgenländischen Hirm (Bezirk Mattersburg) sowohl die Produktionskapazitäten als auch den Personalstand. Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem rückläufigen Kuvertmarkt in Europa.
Nach Angaben der Österreichischen Kuvertindustrie GmbH schrumpft der europäische Kuvertmarkt seit Längerem um rund sieben Prozent pro Jahr. Zusätzlich belasten die gestiegenen Produktionskosten und die anhaltende Inflation das Unternehmen.
Wie viele Arbeitsplätze betroffen sind, ist derzeit noch offen, berichtet die APA. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass die Details noch gemeinsam mit dem AMS und dem Betriebsrat abgestimmt werden.
Geschäftsführer Patrick Grafl betont, dass die Anpassungen notwendig seien, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. "Dieser Schritt fällt uns nicht leicht, er ist aber notwendig, um ÖKI langfristig erfolgreich und effizient aufzustellen." Beim AMS wurde bereits eine Frühwarnmeldung eingebracht.
Am Standort Hirm sind derzeit mehr als 70 Mitarbeiter beschäftigt. Laut ÖKI handelt es sich um den einzigen in Österreich produzierenden Hersteller von Kuverts und Versandtaschen. Das Unternehmen produzierte unter anderem auch die Wahlkuverts für die Nationalratswahl.