Gastro-Inhaber: "Lieber länger zu als öffnen mit Tests"

Während viele Gastronomen auf baldige - am besten sofortige - Öffnung der Gastro-Betriebe pochen, gibt es auch welche, die sich dagegen aussprechen.
Während viele Gastronomen auf baldige - am besten sofortige - Öffnung der Gastro-Betriebe pochen, gibt es auch welche, die sich dagegen aussprechen.JFK / EXPA / picturedesk.com
Am 1. März soll entschieden werden, ob die Gastronomie den Betrieb wieder aufnehmen darf. Viele fordern eine Öffnung, doch einige sind auch dagegen.

Nach dem Gipfel der Regierung am Freitag ist auch weiterhin unklar, wann bzw. ob es Öffnungsschritte im Bereich der Gastronomie und Hotellerie geben wird. Am 1. März soll die Entscheidung darüber fallen. Wie bereits berichtet, fühlen sich viele Betreiber von Lokalen etc. erneut "vertröstet". Die Lage sei für viele sehr schlecht. (Mehr dazu HIER>>)

Während viele Gastronomen auf baldige - am besten sofortige - Öffnung der Gastro-Betriebe pochen, gibt es auch welche, die sich dagegen aussprechen. So etwa der Café-Ritter-Chef Harald Holzer. In einem Puls24-Interview mit Adrian Zerlauth erklärte er, warum es ihm lieber wäre, die Gastronomie noch länger geschlossen zu halten, als hier Öffnungen mit Eintrittstests zu tätigen. 

Eintrittstest laut Holzer wohl nur für Abendgastro sinnvoll

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich wahnsinnig viele Kunden bzw. Gäste testen lassen, damit sie auf einen Kaffee gehen können." In der Abendgastronomie oder zum Essengehen sei dies eventuell anders. Holzer habe jedoch Bedenken, ob sich eine solche Öffnung wirtschaftlich "für die klassischen Kaffeehäuser rechnet". 

"Ich bin eher skeptisch und dagegen."

Weiter führt er aus, dass es ihm persönlich lieber wäre, wenn die Gastronomie geschlossen bleibt - beispielsweise drei Wochen, wie er sagt - und dann "eher unter normaleren Umständen" wieder öffnet. Angesichts der aktuellen Neuinfektionszahlen zweifelt Holzer aber ohnehin an einer baldigen Öffnung. "Ich denke mal, dass es in kürzester Zeit der Fall sein wird", dass die täglich verzeichnete Zahl der Corona-Fälle den von der Regierung genannten Grenzwert erreichen werde. 

 "Ich glaub', dass die richtigen Probleme erst kommen, wenn wir wieder geöffnet haben."

Auch eine Öffnung sei laut Holzer also keine ideale Lösung, denn erst da beginne "die schwierige Zeit" eigentlich. Er vermutet "schlechte Umsätze", wobei aber zeitgleich "100 Prozent der Kosten" getragen werden müssen, "wie Miete etc.".

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