Alle sechs bis zehn Minuten passiert in Österreich ein Unfall mit Wildtieren, u.a. Rehe, Hirsche und Wildschweine sind betroffen. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit schätzt die jährliche Gesamtzahl auf rund 80.000. Der ÖAMTC geht sogar von bis zu 100.000 Wildunfällen aus.
Die Gefahr, mit einem Tier zu kollidieren, ist wegen der Brunftzeit aktuell außerordentlich groß. Erst am Montag ist ein E-Biker beim Zusammenstoß mit einem Rehbock schwer verletzt worden, "Heute" hat berichtet.
Erhöhte Aufmerksamkeit und ein angepasstes Fahrtempo sind das Um und Auf, um Unfälle zu vermeiden. Bei den Gefahrenzeichen "Achtung Tiere" und "Achtung Wildwechsel" sei besondere Vorsicht geboten, betont Landesrat Steinkellner. Das gelte aber nicht nur im Wald, sondern auch entlang von Feldern und großen Flächen wie Äckern oder Wiesen.
Ist ein Zusammenstoß nicht mehr zu vermeiden, sollte das Lenkrad gerade gehalten werden. Riskante Ausweichmanöver können viel gefährlicher enden.
Die Folgen für Autoinsassen und andere Verkehrsteilnehmer sind jedenfalls dramatisch, wenn man von der Fahrbahn abkommt, im Gegenverkehr landet oder einen Baum am Straßenrand touchiert. Ein Toter und 103 verletzte Insassen nach Wildunfällen wurden im Vorjahr beim Land Oberösterreich registriert.
Nach einem Unfall mit einem Wildtier gilt: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen und die Unfallstelle mit einem Pannendreieck absichern. Nach der eventuellen Versorgung von verletzten Personen müssen die Polizei oder die örtliche Jägerschaft verständigt werden.