Das Gesundheitsministerium in Italien hat die Verwendung dreier Grippe-Impfstoffe von Novartis wegen möglicher Nebenwirkungen provisorisch untersagt. Zunächst sollten neue Forschungsergebnisse dazu abgewartet werden, hieß es in einer Mitteilung. Als Reaktion darauf hat das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic einen sofortigen Auslieferungsstopp für zwei Impfstoffe von Novartis angeordnet.
Das Gesundheitsministerium in Italien, Schweiz und Österreich hat die Verwendung dreier Grippe-Impfstoffe von Novartis wegen möglicher Nebenwirkungen provisorisch untersagt. Das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic veranlasste einen sofortigen Auslieferungsstopp für zwei Impfstoffe von Novartis.
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat die Auslieferung seiner Grippe-Impfstoffe Optaflu und Fluad gestoppt. Hinzu kommt auch noch - so der Chef der österreichischen Arzneimittelagentur AGES PharmMed, Marcus Müllner, am Donnerstag - die Vakzine Sandovac. Der Grund dafür: Bei der Anwendung in Italien traten offenbar sichtbare Partikelbildungen auf. Laut dem Unternehmen gab es bisher keine vermehrten Meldungen über unerwartete Nebenwirkungen.
Zunächst war es am Mittwoch zum Auslieferungsstopp in Italien gekommen. Ähnlich reagierte die Schweizer Behörde Swissmedic. Am Abend bestätigte dann eine österreichische Novartis-Sprecherin auf Anfrage ein identes Vorgehen des Unternehmens in Österreich.
Christian Müller-Uri, Vizepräsident der Apothekerkammer, sagte noch Mittwoch am späteren Abend: "Es gibt genügend andere Influenza-Impfstoffe von anderen Herstellern." Marcus Müllner am Donnerstag: "Wir empfehlen, Alternativprodukte zu verwenden".
AGES PharmMed-Chef Müllner: "In Österreich waren Optaflu und Fluad noch nicht ausgeliefert (an Großhandel und Apotheken, Anm.)." Allerdings seien rund 45.000 Dosen Sandovac bereits irgendwo in der Lieferkette (Großhandel, Apotheken). Donnerstag wurde daran gearbeitet, festzustellen, wo sich die Impfstoffe befinden. Von einer Verwendung werde einstweilen abgeraten.