Milch, Joghurt – was jetzt alles noch teurer wird

Die Inflation und der Ukraine-Krieg sind absolute Preistreiber.
Die Inflation und der Ukraine-Krieg sind absolute Preistreiber.Frank Hoermann / dpa Picture Alliance / picturedesk.com
Während für Butter bereits jetzt 20 Prozent mehr gezahlt werden muss, folgt die Preiserhöhung für die anderen Milchprodukte erst noch.

Viele Lebensmittel sind in den vergangenen Monaten bereits deutlich teurer geworden. Der Preis für Butter ist im Vergleich zum Vorjahr sogar um 21 Prozent gestiegen. Der Grund dafür sind die steigenden Produktionskosten aufgrund des Ukraine-Kriegs, die auch vor allen anderen Milchprodukten nicht Halt machen werden: "Die Preise für Milch und Milchprodukte sind auch in Österreich unterwegs nach oben", bestätigt Johann Költringer, Geschäftsführer der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VOEM), auf Nachfrage von "Heute".

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Ob es sich dabei auch um 20 Prozent, wie es in Deutschland demnächst der Fall sein wird, handelt, lasse sich jetzt aber noch nicht konkret sagen.

6 Euro mehr im Jahr

Költringer betont außerdem, dass die Milchpreise seit Jahrzehnten mit nur minimalen Schwankungen fast gleich geblieben wären und 20 Prozent erst einmal viel mehr klingen würden als sie eigentlich sind: "Die Preiserhöhungen für Milchprodukte sind nach wie vor weiter unter der Inflation von sieben Prozent. Außerdem wird die Steigerung den meisten Österreichern kaum auffallen, verglichen zu anderen Produkten."

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So würde die Preissteigerung bei Butter von 20 Prozent einen Euro pro Kilo ausmachen. "Der Österreicher braucht im Schnitt sechs Kilo Butter im Jahr – das sind sechs Euro mehr. Das ist ein lächerlicher Betrag, wenn wir uns im Vergleich die Preiserhöhungen bei Sprit, der jetzt fast doppelt so teuer ist, Zigaretten oder Gas ansehen."

"Niemand muss hungern"

Dennoch würden die Bauern damit nicht mehr verdienen. "Die Produktionskosten sind enorm gestiegen. Treibstoff, Düngemittel, Futter und Energie, alles ist seit dem Ukraine-Krieg teurer geworden. Außerdem sind auch unsere Bauern von der Ernte in der Ukraine abhängig und die ist derzeit bekanntlich fraglich", so Költringer. Hinzu kämen noch Lieferengpässe bei den Verpackungen und Kartonagen. "Man muss jetzt erst einmal den Sommer abwarten und sehen, wie es mit der Ukraine weitergeht und ob es tatsächlich noch zu einem Ölembargo kommt." 

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Dennoch wird in Österreich "niemand hungern müssen", verspricht der VOEM-Geschäftsführer. "Wir gehen davon aus, dass wir ganz Österreich weiterhin versorgen können."

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