Gesundheit

Brite verliert nach Trinkwette mit Chef halben Kopf

Eine Kneipentour mit Arbeitskollegen endete für Michael Brockie im Koma. Nun verklagt er seinen Arbeitgeber.
20 Minuten
23.08.2022, 10:45
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Alles begann ganz harmlos mit einer Kneipentour seines Arbeitgebers. Der Brite Michael Brockie war 2019 im englischen Reading unterwegs und wollte dort mit seinen Arbeitskollegen des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PwC eine gute Zeit haben und sich ein paar Pints gönnen. Im Verlaufe des Abends soll der Brite laut Klageschrift von seinem Chef dazu gedrängt worden sein, in neun Bars möglichst viel Bier mit möglichst wenigen Schlucken zu trinken.

Der Brite verlor jedoch den Kampf gegen den Alkohol und stürzte im Verlaufe des Abends so heftig auf die Straße, dass er sich eine schwere Hirnverletzung zuzog. Der Wirtschaftsprüfer lag im Koma, die Ärzte mussten einen Teil seines Schädels entfernen. Ein halbes Jahr verging, bis er wieder zurück an seiner Arbeitsstelle erschien.

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236.000 Euro Schadensersatz

Wie die "Financial Times" berichtet, heißt es in der Anklageschrift, dass ein Vorgesetzter es versäumt habe, "auf die Sicherheit der Mitarbeiter zu achten". Brockie verlangt von der PwC 200.000 Pfund, umgerechnet etwas mehr als 236.000 Euro.

Unklar bleibt jedoch, warum der Brite seinen Arbeitgeber erst drei Jahre nach dem Vorfall verklagt. Mittlerweile ist er sogar Manager bei PwC, ist intern also aufgestiegen und arbeitet immer noch dort. Von Seiten PwC heißt es: "Wir erwarten, dass jeder, der soziale Events besucht, sich verantwortlich verhält, um seine eigene Sicherheit und die der anderen zu gewährleisten."