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Liga greift durch! Das sind Rapids Derby-Strafen

Rapid bekommt von der Bundesliga die Rechnung für den Derby-Skandal der eigenen Fans präsentiert. Das sind die Strafen.
Sport Heute
24.02.2026, 13:16
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Strafen für Rapid! Der Derby-Eklat aus der 19. Runde hat für die Hütteldorfer ernste Konsequenzen. Die Bundesliga tagte am Montagabend, am Dienstag gab sie die Strafen bekannt – diese haben es in sich.

Die Strafen

– Widerruf der bedingten Strafe vom Urteil vom 1. Oktober 2024, wodurch der SK Rapid bei den kommenden drei Heimspielen gegen FK Austria Wien, FC Red Bull Salzburg, SK Puntigamer Sturm Graz oder LASK die Heimfansektoren (Sektoren 15 – 18) und aus Sicherheitsgründen auch die neben dem Gästesektor befindlichen Sektoren 4 und 5 sperren muss. Es darf kein alternativer Heimfansektor gebildet werden und der Gästefansektor auch nicht für Heimfans genutzt werden.

– Es wird eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro ausgesprochen.

– Zudem wird als verpflichtende Sicherheitsmaßnahme festgelegt, dass für die nächsten drei Jahre ab verbandsinterner Rechtskraft keine Gästefans bei Wiener Derbys in der Generali Arena zugelassen sind. Diese Maßnahme gilt auch für Spiele des SK Rapid II.

Was war passiert?

Der Hintergrund: In der 19. Runde kassierte Rapid bei Rivale Austria Wien eine 0:2-Derbyniederlage. Infolge des Skandal-Derbys 2024 (Massenschlägerei am Rasen in Hütteldorf) war es das erste Duell mit Auswärtsfans – und zumindest für die Wiener das letzte für eine lange Zeit.

In der 90. Minute zündeten Anhänger im Auswärtssektor Pyrotechnik und warfen Bengalen auf das Spielfeld und in den Familiensektor der Austria. Menschen mussten von ihren Plätzen fliehen, das Spiel war lange unterbrochen und stand an der Kippe zum Abbruch.

Rapid kündigte schon vor den Liga-Sanktionen drei Jahre ohne eigene Auswärtsfans bei Derbys an. Der Block West boykottierte folgend das Heimspiel gegen den WAC (2:0) und plakatierte, sich "von der sportlichen Leistung" zu distanzieren. Es brodelt intern.

Urteilsbegründung des Senat 1:

„Beim letzten Derby wurde durch die missbräuchliche Verwendung von Pyrotechnik und das Werfen von pyrotechnischen Gegenständen aus dem Gästesektor auf das Spielfeld und in andere Sektoren die Gesundheit der Zuschauer im Stadion und der Aktiven am Spielfeld gefährdet. Zudem führten die Vorfälle zu einer minutenlangen Spielunterbrechung. Aufgrund der Schwere dieser Vorfälle war in einem ersten Schritt die bedingte Strafe vom Urteil vom 1. Oktober 2024 zu widerrufen.

Der proaktive freiwillige Verzicht des SK Rapid auf Gästefans bei Wiener Derbys ist nach Ansicht des Senat 1 ein richtiger Schritt. Ergänzend wird daher auch als verpflichtende Sicherheitsmaßnahme vom Senat 1 festgehalten, dass für die nächsten drei Jahre ab verbandsinterner Rechtskraft keine Gästefans bei Wiener Derbys in der Generali Arena zugelassen sind. Der SK Rapid darf damit in den jeweiligen Auswärtsderbys das Kartenkontingent für den Gästesektor nicht in Anspruch nehmen.

Zudem wird eine Geldstrafe von 100.000 Euro verhängt. Festzuhalten ist, dass von der Ausschöpfung der maximalen Geldstrafe (bis 150.000 Euro) abgesehen werden konnte, da neben der medialen Verurteilung der Vorfälle sowie dem unmittelbaren und freiwilligen Verzicht von Gästefans bei Wiener Derbys die Verantwortlichen des SK Rapid zusätzlich auch im Rahmen des Verfahrens glaubhaft dargelegt haben, weitere wichtige Maßnahmen zu ergreifen, um derartige Vorfälle zukünftig bestmöglich zu verhindern.“

Rapid reagiert in einem Statement

Da die Bewährung der nun verhängten Heimfansektor-Sperre aufgrund des offensichtlichen Fehlverhaltens, das der SK Rapid bereits unmittelbar danach auf das Schärfste verurteilte, einiger Personen im Gästesektor widerrufen wurde, sind diese Beschlüsse zur Kenntnis zu nehmen und wird kein Protest angemeldet.

Unabhängig von den veröffentlichten Beschlüssen hat der SK Rapid bekanntlich bereits vergangene Woche den Entschluss gefasst, bei Auswärtsderbys ab sofort und für mindestens drei Jahre auf das Ticketkontingent im Gästesektor zu verzichten.

Der SK Rapid bedauert, dass durch das Fehlverhalten einzelner Personen dem Klub nicht nur ein signifikanter wirtschaftlicher Schaden entsteht, sondern nun auch viele Fans, die sich stets korrekt verhalten haben, aufgrund der Sektorsperren von den Konsequenzen betroffen sind. Zudem wird der SK Rapid weiter eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten und jede Unterstützung leisten, um zur Identifizierung jener Personen, die Böller und Leuchtraketen abgefeuert haben, beizutragen.

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{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 24.02.2026, 13:19, 24.02.2026, 13:16
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