Die Trennung liegt erst wenige Wochen zurück, doch Peter Pacult verfolgt das Geschehen beim WAC weiterhin genau. Und was er sieht, gefällt ihm gar nicht.
Nicht einmal einen Monat war Rapids letzter Meistertrainer im Lavanttal im Amt. Nach fünf Pflichtspielen mit zwei Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen war aber Schluss.
Unter Nachfolger Ismail Atalan läuft es allerdings schlechter bei den Kärntnern. In acht Pflichtspielen setzte es bereits sechs Niederlagen, als Neunter der Bundesliga droht der WAC die Meistergruppe zu verpassen.
Nach dem 0:2 bei Rapid platzt Pacult der Kragen. "Langsam fühle ich mich verarscht", sagte er der "Krone".
Sein Urteil: "Man hat gesehen: Ein echter Knipser fehlt an allen Ecken und Enden. Die spielerische Qualität der Mannschaft siehst du nach wie vor – aber vorn fliegen halt ein paar herum, dass du sie im Zirkus anstellen kannst. Da fehlt einfach die letzte Konsequenz."
Die Wolfsberger seien aber "um nichts schlechter" als Rapid gewesen, hätten gute Umschaltsituationen gehabt, diese aber nicht genutzt.
Tatsächlich plagen den WAC Verletzungssorgen. Mit Markus Pink und Jessic Ngankam fehlen zwei Stürmer, zuletzt musste Spielmacher Dejan Zukic neben Youngster Erik Kojzek im Angriff aushelfen.
Auch Atalan kennt dieses Problem: "Wir sind offensiv viel zu viel von Zukic abhängig. Da müssen auch wieder andere Verantwortung übernehmen."